Leserbriefe

Großprojekt für die Fildern schädlich

02.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Sechs Varianten zu Stuttgart-21-Plänen auf dem Prüfstand“ vom 26. Mai. In dem Artikel ist zu lesen, dass jetzt sogar 4500 zufällig ausgewählte Menschen bedrängt werden sollen, um dem sogenannten Filderdialog 80 Zuhörer-Teilnehmer zu liefern, nachdem die erste Auswahl aus 250 gründlich schiefgegangen ist.

Diese ahnungslosen Menschen sollen dann in drei Wochen bis zum 7. Juli eine Lösung auf den Fildern „legitimieren“, die von der Bahn in 520 Wochen nicht genehmigungsfähig vorgelegt werden konnte.

Zehn Jahre nämlich schon versuchen die Experten, für den Abschnitt Flughafen-Filder den politisch gewollten, aber völlig unsinnigen ICE-Anschluss sinnvoll zu lösen, ohne Erfolg.

Jetzt soll unter dem Deckmantel Bürgerbeteiligung eine Gruppe von insgesamt 160 Personen schnell zur Kenntnis nehmen, was die Bahn meint, wenn man die Bilder von dem neuen Flughafen-Bahnhof in 25 Metern Tiefe sieht. Die Einzelheiten werden bis dahin immer noch geheim gehalten. Danach schnell noch einige Worte zu unerwünschten Varianten und dann ist Schluss. Die Bahn will dann trotzdem bauen, was ihr gefällt und der Steuerzahler sowieso bezahlen muss. Aber nach zehn Jahren Stillstand wird es dann heißen: „Das haben die Bürger so gewollt. Wir haben doch darüber gesprochen.“ Wieder einmal ist dann S21 kein bisschen besser geworden, aber die Schuld an all den Mängeln wird dem Volk gegeben.

Diese Art Bürgerbeteiligung hat auch schon bei der Volksabstimmung zu dem gewünschten Ergebnis der grün-roten Regierung geführt und die Zerstörungen in Stuttgart als Volkswille getarnt. Professor Bodack, ein wahrhaftiger Bahnexperte, hat am 25. Mai noch einmal zusammengestellt, welche sinnvollen und auch bezahlbaren Lösungen es für einen guten Bahnverkehr in Abwandlung von Stuttgart 21 gibt. Den absolut überzeugenden Beitrag schließt er mit den Worten: „Dabei ist das ganze Großprojekt S21 für die Fildern überflüssig und schädlich!“ Das wäre ein wirklich gutes Schlusswort für den ganzen Filderdialog.

Leserbriefe

Burka erniedrigt die Frauen

Elsa Neufeld, Nürtingen. Zum Artikel „CDU-Politiker Frei hält Burkaverbot für nicht machbar“ vom 12. August. Eine Burka ist für mich das abscheulichste und absurdeste Kleiderstück, das eine Frau zu tragen hat. Warum lässt unsere deutsche Verfassung ein generelles Burkaverbot nicht zu? Wen…

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