Leserbriefe

Gentechnik und Gefahren

11.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Udomar Rall, Nürtingen. Zum Artikel Grüne Gentechnik verspricht Gesundheit vom 29. Juni. Wirklich rührend, wie sich BASF, Professor Schier und Monsanto um das Wohl der Menschheit sorgen! Ich empfehle jedem Leser, sich einmal über Ziele und Praktiken des Gentechnikunternehmens Monsanto zu informieren (im Internet unter Google oder Wikipedia). Es wird viel über die zweifelhaften Bestrebungen bestimmter Sekten berichtet und über die davon ausgehenden Gefahren. Die sind obwohl beachtlich aber noch ziemlich harmlos gegenüber dem, was der gesamten Natur und mit ihr dem Menschen droht, wenn Konzerne wie Monsanto mit Unterstützung von korrupten Regierungen und Instituten ihre Monopolstellung weiter ausbauen. Bereits jetzt wurden beispielsweise wohlschmeckende Gemüsesorten, deren Samen die Bauern selbst wieder aussäen konnten, durch Hybridsorten verdrängt, die keinen Samen mehr bilden. Die Bauern müssen also die Samen bei Monsanto kaufen. Der Geschmack der Früchte hat stark nachgelassen. Hauptsache, die Kasse klingelt. Nach und nach wird die ganze Landwirtschaft umgekrempelt. Dann ist es aus mit Sortenvielfalt, Geschmack und Gesundheit (Verträglichkeit). Dann zählen nur noch Ertrag und Haltbarkeit. Monsanto verdient dann doppelt und dreifach: durch Samenmonopol, Düngemittel und Pestizide.

Als Nächstes beteiligen sie sich an Pharmaunternehmen, denn die Veränderungen in der Natur werden Allergien und anderen Krankheiten neuen Schub geben. Damit schaffen sie das wirtschaftliche Perpetuum mobile. Doch das ist noch nicht alles. Ziel ist auch das Wassermonopol. Wer glaubt im Ernst, dass es irgendwelche moralische Bedenken gibt? Wer Massenvernichtungsmittel produziert, um Mensch und Natur zu vernichten, hat keinerlei moralische Hemmungen. So geschehen im Vietnamkrieg mit Agent Orange, dem dioxinhaltigen Pflanzenvernichtungsmittel, das heute noch schlimme Opfer fordert. Es wurde von Monsanto und Dow Chemical in großen Mengen und mit vollem Wissen über die Gefährlichkeit und den Einsatzzweck an die amerikanische Armee geliefert. In Online-Nachrichtendiensten wurde vor wenigen Tagen groß über damit zusammenhängende Verfahren berichtet, leider nicht in der Nürtinger Zeitung. Und unsere Politiker: Schützen sie uns? Man sollte mal nachschauen, wer alles von Betrieben wie BASF und Monsanto Gelder bezieht und welcher Druck auf Medien und Politik ausgeübt wird! Schon die Offenlegung der Nebeneinkünfte von Abgeordneten zeigt so manches. Hinter den Kulissen aber geht es so richtig ab. Sonst wäre es nicht möglich, gegen den Wunsch der Bürger gentechnisch veränderte Lebensmittel in die Versorgung so einzuschleusen, dass sich die Verbraucher nicht dagegen wehren können. Die Wirkungsweise der Gene ist laut einem kürzlich erst erschienenen Artikel noch nicht einmal voll erforscht schon wird damit in der Natur herumgepfuscht.

Leserbriefe

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