Leserbriefe

Gemeinderat eine Chaosinstitution?

06.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Alfred Braatz, Frickenhausen-Linsenhofen. Die Gegenkandidaten zum derzeitigen Amtsinhaber stehen fest und haben bereits ihre Chancen bekommen, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit niederschmetterndem, aber auch zu erwartendem Ergebnis.

Gegenkandidaten sind Bewerber, die auf Augenhöhe zum Amtsinhaber antreten. Das ist aber bei dieser Wahl mitnichten der Fall. Der Qualifikationsunterschied zum amtierenden Oberbürgermeister ist nicht mehr zu überbieten. Ja, es verbietet sich, bei den Gegenkandidaten überhaupt von Qualifikation zu sprechen. Wenn überhaupt, besteht bei jedem einzelnen Gegenkandidaten eine Qualifikation zur maßlosen Selbstüberschätzung.

Die Frage aber ist, warum haben sich keine kompetenten Gegenkandidaten gefunden? Der Amtsinhaber selbst kann ja wohl kaum der Grund sein, denn es ist immer so, dass sich die Besten gerne untereinander messen. Wenn aber das Arbeitsumfeld des Oberbürgermeisters, damit ist nicht die Verwaltung gemeint, sondern explizit der Gemeinderat, in den letzten Jahren zu einer über die Stadtgrenzen bekannten Chaosinstitution verkommen ist, dann finden sich eben keine wahrhaft kompetenten Gegenkandidaten, die sich diesen Gemeinderat antun möchten.

Nicht zu vergessen die vielen Initiativen, die in Nürtingen wie Pilze aus dem Boden schießen und deren Beteiligte mit ihren persönlichen Präferenzen notwendige zukunftsweisende Projekte nachhaltig sabotieren und einer geordneten Stadtentwicklung zum Wohle aller Bürger im Wege stehen. In der jetzigen Situation wäre es aber unverzeihlich und falsch, wenn wahlberechtigte BürgerInnen am Wahlsonntag nicht zur Wahl gehen, weil sie der Meinung sind, dass es sowieso keiner der aktuellen Gegenkandidaten wird.

Der Gemeinderat ist aufgerufen, sich endlich wieder auf ein Niveau zu begeben, welches der Bürger zu Recht erwartet. Dies gilt in Bezug auf die Kandidaten, die derzeit zwar noch von den einzelnen Fraktionen nach außen unterstützt werden, für die es aber mittlerweile nach innen erheblichste Bedenken gibt.

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