Leserbriefe

Gedanken zum Stau

02.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Artikel „Ampel als Pförtner der Stadt“ vom 27. April. Das ist hin und wieder der Nachteil von Verbesserungen im Straßenverkehr: Sie locken weitere Verkehrsteilnehmer an, wodurch der Vorteil wieder verschwindet.

Die Ampelschaltung an der B 313 ist eigentlich bestens abgestimmt. Wenn ich ziemlich genau Tempo 50 fahre, komme ich meist bis zum Hallenbad fließend durch, muss da eventuell etwas langsamer werden oder kurz anhalten. Reicht es bei der ersten Ampel gerade noch, kann es vorkommen, dass ich bei der zweiten Ampel anhalten muss, weil sie genau vor mir auf Rot wechselt. Es fällt mir zwar nicht unbedingt leicht, „nur“ 50 zu fahren (Tachoabweichung einkalkuliert), aber es funktioniert immer wieder.

Verbesserungen durch längere Grünphasen müssten durchgehend sein – was auch Änderungen des Querverkehrs bedeutet. Vermutlich würde dieser dann darunter leiden. Und sollte es doch gelingen, laufen wir wieder Gefahr, dass noch mehr Autos dann diese Strecke bevorzugen (statt zum Beispiel Alternativen wie die Bahn zu nehmen) – und es wieder zu Staus kommt.

Allen Menschen recht getan ist eine Kunst, die keiner kann. Es ist zwar nicht in Ordnung, die erste Ampel zu umfahren, wenn man dabei die durchgezogene Linie überfährt, aber gleich von unverschämt zu reden? Der Vorteil ist maximal eine Ampelphase. Ich finde es zumindest nicht so schlimm wie zum Beispiel die weit über 100 Fahrzeuge, die an Werktagen den Stau in der Metzinger Straße über das Kleintischardt durch ein Wohngebiet mit 30er-Zone umfahren (zeitweise bis zu zehn Fahrzeuge pro Minute!).

Dass die Stadtbrücke noch bis November nur einspurig befahrbar ist, verwundert mich etwas. Ich hatte in Erinnerung, dass man im zweiten Abschnitt überlegt, sie wieder zweispurig befahrbar zu machen. Mit entsprechendem Willen (und eventuell etwas Mehraufwand) wäre dies sicherlich machbar gewesen. Ebenso verstehe ich den Grund der Sperrung Alleenstraße Richtung Stadtbrücke bis zur Stadtbrücke nicht. Die Baucontainer hätte man sicherlich auch anders platzieren können. Dies sind für mich eindeutige Zeichen, dass man sich nicht ernsthaft genug bemüht, die Staus so gut wie möglich zu vermeiden.

Leserbriefe

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