Leserbriefe

Gebäude höher als die Lutherkirche

09.02.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Brigitte Amtmann, Nürtingen. Zum Artikel „Nachverdichtung und weniger Parkplätze“ vom 31. Januar. Der kleine Park mit den vorgelagerten Parkplätzen vor der Lutherkirche und Ersbergschule soll einem Mehrfamilienhaus weichen. Mit einer Größe von 350 Quadratmeter Grundfläche und einer Firsthöhe ab Ersbergstraße von circa zwölf Metern übertrifft es die daneben stehende Lutherkirche um circa sechs Meter. Städtebaulich und auch im Hinblick auf die gewachsene Umgebung ist eine Bebauung in dieser Größe fragwürdig. Die momentane Nachverdichtung besteht aus der Bebauung des gesamten Lutherkirchenareals mit einem Verwaltungsgebäude für 60 Mitarbeiter und einem vierzügigen Kindergarten.

Eine weitere Veränderung in der Ersbergstraße ist die Umnutzung des ehemaligen Gesundheitsamts zur Jugendkunstschule mit Räumen für die Stadtkapelle. Im Raum steht auch, dass das ehemalige Fabrikgelände der Firma Fischer für ein Altenpflegeheim bebaut werden kann. Die Linderung der Wohnungsnot durch dieses Mehrfamilienhaus und die damit verbundene Zerstörung des Grüngürtels mit den Parkmöglichkeiten stehen in keinem Verhältnis zum momentanen Nutzen des vorhandenen Parks.

Aufgrund der Klimaveränderung, es wird immer heißer in den Städten werden, sollte eine grüne Lunge wie diese, in unmittelbarer Nähe zu stark befahrenen Straßen, oft stehenden Autos, Kita, Schule, Bewohnern des Stadtteils, nicht geopfert werden. Ein weiteres großes Problem ist die Parksituation. Schon jetzt sind die Ersbergstraße und die übrige Vorstadt zugeparkt. Für die 60 zukünftigen Angestellten des Lutherkirchenareals werden augenscheinlich keine Parkmöglichkeiten vorhanden sein – eine Tiefgarage wurde nicht gebaut. Es werden viele weitere Parkplätze notwendig sein. Aber wo? Mit der Umsetzung des Mehrfamilienhauses verschwinden auch die bisher vorhandenen Parkplätze. Lediglich circa 16 bis 20 neue können entlang der Ersbergschule wie geplant realisiert werden.

Vor allem aber auch geht es um die Sicherheit. Die Ersbergstraße und die angrenzenden Straßen werden täglich von den Kindern als Schulwege genutzt – nicht zu vergessen die Kinder des zukünftigen Kindergartens. Auch dient die Ersbergstraße als „Schleichweg“ für die im Stau stehenden Autofahrer der Neuffener Straße und ist schon jetzt stark befahren. Aus all diesen Gründen muss deshalb diese geplante Bebauung zurückgestellt werden.

Leserbriefe

Erfreulich – aber noch nicht genug

Elfriede Steckroth, Neckartailfingen. Zum Artikel „Tierschützer zahlen viel für Kastration“ vom 12. August. Eine erfreuliche Nachricht. Trotzdem, einige tun es nicht – ihr Tier kastrieren lassen. Mit fadenscheinigen Ausreden. Jeder verantwortungsvolle Tierbesitzer sollte eine Kastration…

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