Leserbriefe

Freundliche Ägypter

12.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ingeborg Schäfer, Kohlberg. Der Flieger hatte abgehoben. Die Reise in mein Traumland konnte beginnen. Ich klebte an der ovalen Fensterscheibe meines Fliegers und sah die grüne Landschaft unter mir vorbeiziehen, dann die Alpen mit ihren Schneekuppen und zerklüfteten Felsmassiven. Übers Mittelmeer mit seinen griechischen Inseln und dem türkisen bis tiefblauen Wasser, in dem man die Silhouette der Unterwassergebirge sehen konnte.

Dann erreichten wir die Küste Afrikas. Ein Schock, kein Grün mehr unter uns. Als ob man über eine Marmorfläche fliegt. Alles grau-beige Töne, und auch etwas Blau ist beigemischt, fließt wie auf einer Farbpalette ineinander. Schwarze Linien, scheinbar mit einem Lineal gezogen, durchschnitten die unwirtliche Landschaft, bis einige im Radius, wie mit einer Schablone angefügt, plötzlich die Richtung wechselten. Sie führten zu den wenigen vereinzelten Gebäuden oder an ihnen vorbei, Tankstellen, Stützpunkte fürs Militär, Ruinen weit auseinanderliegend und verloren in dieser Wüstenei. Ich schauderte bei dem Gedanken an eine Notlandung.

Aber plötzlich kam das Grün zurück. In allen seinen Farbtönen breitete sich ein Flickenteppich unter dem Flieger aus, rechts und links des geheimnisvollen Nils, mit über 6000 Kilometern wohl längster Weltenfluss. Anflug auf Luxor, die Bäume waren Palmen und nahmen Gestalt an. Alles war gut gegangen, alles gut organisiert auf dem Flughafen. Bevor man das Gebäude verlassen durfte, musste man das Visum ausfüllen. Als man den Stempel dann verpasst bekam, forderte uns der ägyptische Beamte in lupenreinem Deutsch auf, bitte zu lächeln, das Gleiche übrigens beim Rückflug. Ägypter sind nette und freundliche Menschen.

Leserbriefe

Senioren beim Maientag

Horst Packmohr, Nürtingen. Bisher war die Freude der Mitglieder des Seniorenkreises Brückenschlag aus Nürtingen-Roßdorf auf den Seniorennachmittag beim Maientag immer sehr groß. Doch dieses Jahr machte sich Enttäuschung breit. Es begann schon damit, dass zwei zentrale Seniorenveranstaltungen auf…

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