Leserbriefe

Frau Schavan und die Ehrendoktorwürde

17.04.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Holger Rißler, Unterensingen. Zum Artikel „Dr. Schavan wird ,Dr. h.c. Schavan‘“ vom 12. April. Ich mag Lübecker Marzipan und hege keine Animositäten gegen Frau Schavan – mit oder ohne Doktor. Schließlich hätte ich sie 2012 beinahe kurzzeitig zum gesetzlichen Vormund meines Ältesten erklären lassen, um dem damals minderjährigen G8-Absolventen auch alle Visumswege im Ausland zu eröffnen. Als gebürtiger Schleswig-Holsteiner und mit dem im Ländle gepflegten sowie dem preußischen Geldethos vertraut, sträuben sich mir bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde allerdings die Nackenhaare: Seit wann wird Ehre mit dem großzügigen Ausgeben fremden Geldes eingelegt? Da ja wohl auch meine Steuer-Euros jährlich nach Lübeck fließen: Bin ich jetzt auch „gedoktort“? Und, da ich täglich mein Stück Arbeit leiste: Wann bekomme ich das Bundesverdienstkreuz verliehen? Oder wenigstens eine Schachtel Lübecker Marzipan?

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