Leserbriefe

Floristen als Mangelware

11.04.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Marie-Luise Lebsanft, Unterensingen. Zum Artikel „Floristmeisterschule gerettet“ vom 26. März. Das ist ein herber Satz für mich. Denn „unsere . . . meine“ Floristmeisterschule schließt. Nach 25-jährigem Bestehen. Vor 20 Jahren habe ich die „Kommunale Fachschule für Floristik, Straubing“ in Bayern besucht. (Impressionen noch unter www.floristmeisterschule-straubing.de). Die FSFLO gilt/galt als eine der besten Ausbildungsstätten für Floristmeister europaweit. Selbst aus Österreich, Schweiz, Finnland und Italien kamen motivierte Floristen, um einen hohen, fachlich fundierten Abschluss zu machen. Mit dem Floristmeistertitel ist so vieles möglich: Nicht nur die Leitung großer Blumengeschäfte und Eventorganisationen, sondern auch die Mitwirkung bei Fotoproduktionen für Fachmedien, Fotostyling bei Zeitschriften, Messeaufbauten und Messedekoration, Warenpräsentation, Fachseminare und Schauraumgestaltung bei Floristikbedarf-Großhändlern im In- und Ausland. Produktentwicklung und Design und vieles mehr. Für junge Menschen mit kreativer Ader und handwerklichem Geschick ist Florist ein Traumberuf mit so vielen Möglichkeiten! Wenn man sich gut weiterbildet. Der „schönste Beruf der Welt“ ist im Moment leider nicht mehr so populär. Sehr schade. Woran es liegt? Dass man Blumen in jedem Supermarkt kaufen kann? Dass man als Florist immer noch zu wenig verdient? Dass junge Leute eher studieren und sofort um die Welt reisen möchten? Handwerksberufe „out“ sind? Fakt ist: wenn es keine Floristen mehr gibt – sieht die Welt ganz anders aus: Trauerfeiern ohne Blumen. Jubiläen ohne Glückwunsch-Sträuße. Muttertage ohne Rosenherzen. Hochzeiten ohne „blumige Seele“ und festliche Dekos, die bis aufs „i-Tüpfele“ zum Brautpaar passen. Denn, es gibt bald keine echten Blumenläden mehr. Wir Floristen können, dank unserer besonderen Ausbildung: Menschen mit unserem Handwerk trösten, aufheitern, verführen, zum Lachen bringen, Mut machen, Trends setzen. Welcher Beruf kann das schon? Liebe Kinder und Jugendliche, liebe kreative Quereinsteiger: macht eine Lehre und lernt Florist. Bildet euch als Meister weiter und genießt die Vielfalt dieses Berufes! Ihr werdet gebraucht!

Leserbriefe

Der Abstand zu den Windkraftanlagen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Standorte in der Region vom Winde verweht“ vom 14. Juni. Wenn man den BW-Windatlas 2019 einmal anschaut, stellt man fest, dass darin für die betrachteten Windhöffigkeiten die maximale Nabenhöhe der Windkraftanlagen von 160 Meter auf 200 Meter angehoben…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe