Leserbriefe

Entsorgung mit Sorgen

26.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd und Gundula Werner, Aichtal. Seinen Sperrmüll selbst zu entsorgen kann sehr aufwändig sein. In unserer Gemeinde muss man dies glücklicherweise nicht, sondern man kann eine sogenannte Sperrmüllkarte ausfüllen und eine vom Abfallwirtschaftsamt beauftragte Firma holt den bereitgestellten Sperrmüll zu einer vereinbarten Zeit direkt vor der eigenen Türe ab.

Eigentlich prima, aber in unserem Fall hat die Entsorgungsfirma beim Aufladen des Sperrmülls eine Ganzglastüre herunterfallen lassen und, ohne sich um die große Anzahl von Scherben zu kümmern, ihre Fahrt schnell fortgesetzt. Damit die Straße befahren werden konnte, haben wir die große Menge an kleinen Glaswürfeln an den Straßenrand geschippt.

In dem Telefonat mit der Entsorgungsfirma (Firma Scherrieble) konnte man erfahren, dass der Entsorgungsauftrag des Abfallwirtschaftsamtes offenbar so lukrativ ist, dass es sich lohnt, die Ausführung des Auftrages an einen selbstständigen Subunternehmer weiterzugeben. Dieser Subunternehmer (Firma Dogan) hat den Vorgang zwar eingeräumt, aber erklärt, dass er in einer anderen Gemeinde zu tun und keine Zeit habe, die Straße zu säubern. Im Moment des Vorfalles habe er dies unterlassen, da er keinen Besen dabei gehabt habe, zudem sei es unsere Scheibe gewesen.

Beeindruckt von der Logik der Begründung haben wir den Vorfall dem Polizeiposten Neckartenzlingen gemeldet. Dem diensthabenden Polizisten wurde von der Entsorgungsfirma versichert, dass die Scherben beseitigt werden. Als dies nach weiteren Telefonaten und nach fünf Tagen immer noch nicht geschehen war, wurden die Scherben letztendlich von den Bauhofmitarbeitern der Stadt beseitigt.

Wir sind allerdings der Meinung, dass dies nicht ungestraft auf Kosten der Allgemeinheit geschehen sollte, wenn der Verursacher bekannt ist und dieser trotz öffentlichen Auftrages und polizeilicher Aufforderung seine eigene Philosophie von Entsorgung aussitzen kann.

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