Leserbriefe

Entscheidung unter Ausschluss der Bürger

04.01.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jochen Jansen, Frickenhausen. Zum Artikel „Hotel mit 32 Zimmern in Frickenhausen“ vom 20. Dezember. Was der Bürger braucht und möchte, scheint keinen im Gemeinderat zu interessieren. Ich dachte, hier wäre Frickenhausen schon weiter!

In der Sitzung wurde das Konzept präsentiert, doch die Diskussion und Entscheidung darüber fand schon vorher im Hinterzimmer statt – auf einer Klausurtagung unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es war also lediglich ein Schaulaufen vor den anwesenden Bürgern und es gab im Grunde keine Diskussion oder wirkliche Fragen, sondern lediglich eine Lobeshymne auf die tolle 3-D-Präsentation. Dabei wären so viele Fragen und Gedanken angebracht und ich bin wirklich enttäuscht, dass sich nicht ein Gemeinderatsmitglied kritisch geäußert hat.

Dem Ganzen war eine Machbarkeitsprüfung vorangegangen. Wo war diese in der Präsentation? Wo war denn eine Bedarfsanalyse, sprich was brauchen wir in Frickenhausen? Was wollen die Bürger? Wer soll die Zielgruppe für das Hotel sein? Geschäftskunden oder Touristen? Für Geschäftskunden muss man doch nicht unbedingt den besten Platz im Ort benutzen und sollten es Touristen sein, dann sollte man vorher erst mal eine touristisch ausgeprägte Infrastruktur schaffen.

Hier soll nun der beste Platz in Frickenhausen, auf den man Jahrzehnte gewartet hat, für Gäste eines Hotels genutzt werden? Da werde ich zum Frickenhäuser Patrioten, denn die Ortsmitte sollte in erster Linie für die Einwohner gestaltet werden. Was sollen die Senioren, Familien und Singles denn mit einem Hotel mit 32 Zimmern? Was soll aus der Kelter werden oder dem freien Platz in der Unteren Straße gegenüber dem Rathaus? Man muss das doch im Kontext sehen, andernfalls ist es zu kurz gedacht.

Ich persönlich habe nichts gegen ein Hotel, aber doch nicht an dem Ort in Frickenhausen, der den Bürgern dienen soll. Ein kleiner Park, kleine Einkaufsmöglichkeiten um den Flecken auch für Senioren lebenswerter zu machen, Spielmöglichkeiten für Kinder, ein Café, ein Restaurant – ja – aber ein Hotel?

Leserbriefe

Brunnen belassen und mehr Fahrradständer

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