Leserbriefe

Eine gute Lösung gibt es nicht

10.09.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Artikel „Appell: Südtangente statt Neuffener Straße“ vom 5. September. Ich habe selbst fast mein halbes Leben lang direkt an der Neuffener Straße gewohnt und kenne das Problem. Dank meines Vaters wurden schon vor circa 30 Jahren Schallschutzfenster eingebaut, was den Lärmpegel in der Wohnung deutlich reduziert und erträglicher gemacht hat. Dass jemand wie Herr Hoßfeld, der wohl mehr oder weniger freiwillig in solch ein Gebiet zieht, sich anschließend auch noch öffentlich beschwert, finde ich nicht in Ordnung.

Ich wohne nun seit mehreren Jahren an einer Seitenstraße. Aber auch hier werde ich, wenn die Fenster nicht geschlossen sind, bei ungünstigem Wind bereits um sechs Uhr von den Kirchenglocken der Stadtkirche geweckt. Ansonsten ist es eine Stunde später dank des Schleichverkehrs, der den Stau in der Metzinger Straße umfahrend Richtung Heller und Metabo fährt, mit dem Schlaf auch vorbei. Oh heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an.

Aber irgendwo muss der Verkehr ja hin. Da ich regelmäßig nach Frickenhausen fahre, kenne ich auch die Problematik mit den Ampeln. Egal wie ich fahre, ich stehe ständig an irgendwelchen Ampeln. Von der Autobahn kommend ist es durch die Stadt genauso schnell oder langsam wie die Südtangente, aber gut einen Kilometer kürzer. Über die Jahre addiert sich das. Meist fahre ich, von Frickenhausen kommend, einfach geradeaus weiter statt über die Südtangente. Ist einfacher. Würde die Neuffener Straße kurz vor dem Real auf direktem Weg zur Max-Eyth-Straße führen, müsste ich mir hier Gedanken machen: Rechts, Neuffener Straße, geradeaus und dann in die Gerberstraße oder links zur Südtangente.

Da ich aber oft im Hagebaumarkt bin, weiß ich jetzt schon die Antwort: Mal so, mal so, je nach Laune. Trotz der meist auf Rot stehenden Ampel an der nächsten Kreuzung auch oft über die Neuffener Straße. Ist irgendwie angenehmer. Für die Stadt kann ich nur wünschen, dass hier nicht unnötig Geld (und Zeit) für eine Lösung verschwendet wird, die nur Ärger und nicht den erhofften Erfolg bringt.

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