Leserbriefe

Ein neuer Trick

05.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lothar Roß, Aichtal. Zum Artikel Grüne Gentechnik verspricht Gesundheit vom 29. Juni. Letzte Woche durfte die BASF kostenlos eine halbseitige, als Reportage getarnte Werbung platzieren. Wenn es unsere viel beschworene unabhängige und ausgewogene Presse wirklich gibt, müssten jetzt die Gegner der Gentechnik genauso viel Platz für eine Gegendarstellung erhalten. Dieser Versuch der Volksverdummung kann nicht unwidersprochen bleiben. Das Versprechen Gesundheit durch Gentechnik ist einfach ein neuer Trick, um den Widerstand der Verbraucher auszuhebeln. Wer sich mit natürlich hergestellten Lebensmitteln ausgewogen ernährt, braucht diesen ganzen Unfug mit Zusatzstoffen gar nicht. Der Golden Rice sollte den Vitamin-A-Mangel der Hungernden in Asien beheben, allerdings hätten die davon drei Kilogramm täglich verzehren müssen, um den Bedarf zu decken. Mit einem Pfund normalem Reis und ein paar Karotten würden sie satt und hätten Vitamin A ohne Gentechnik.

Ebenso wenig wird das Hungerproblem durch Gentechnik gelöst: Die Armen können sich das teure Saatgut und die Spritzmittel nicht leisten, die Erträge sind nachweislich nicht höher, sondern niedriger und die einheimischen Pflanzen sind robuster als importierte Hochzuchtsorten. Solange wir uns leisten können, großflächig landwirtschaftliche Flächen stillzulegen, Weizen zu verfeuern und aus Raps Sprit zu machen, soll mir keiner erzählen, wir benötigten Gentechnik, um den Hunger zu bekämpfen. Und Herr Schier, der selbsternannte Retter der Hungernden, sollte sich vielleicht ein anderes Land suchen, dessen Menschen sich freiwillig als Laborratten missbrauchen lassen oder seine heilbringenden Technologien besser zu würdigen wissen. In einem muss ich ihm recht geben: Bei Gewalt hört auch mein Verständnis auf und die Genversuche sind ein gewaltsamer Angriff auf unser aller Gesundheit.

Leserbriefe

Großer Forst und die Wahlen

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Artikel „Neuer Bauabschnitt sorgt für neuen Stau“ vom 21. Mai. „. . . zwischen Bahnhof und Nordtangente ging heute gar nichts mehr“. Man Stelle sich vor, Hugo Boss hätte doch auf dem Großen Forst gebaut und seine LKW-Flotte quält sich zusätzlich durch den Stau über…

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