Leserbriefe

"Eigentor des Monats"

17.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Horst Barth, Wendlingen. Zu den Leserbriefen Die evangelische Kirche vom 13. Juli und Ökumene und Sekten vom 14. Juli. Natürlich darf Herr Danner als Privatperson seine Meinung frei äußern, auch wenn sie meiner Meinung nach noch so schief ist. Aber wenn seine Meinungsäußerung in Verbindung gebracht wird mit seiner Funktion als Pfarrer der Christengemeinschaft (nicht: Christengemeinde), sollte dies nicht unwidersprochen bleiben. Als Mitglied der Nürtinger Gemeinde der Christengemeinschaft distanziere ich mich jedenfalls entschieden von diesen Ansichten. Sie sind in ihrer Unsachlichkeit und polemischen Zuspitzung für mich in keiner Weise akzeptabel. Der empörte Aufschrei des Herrn Wipper ist insofern durchaus berechtigt und verständlich. Herr Danner hat jedenfalls der Sache der Christengemeinschaft, die sich als Bewegung für religiöse Erneuerung versteht ohne jegliche Alleinvertretungs-Allüren, mit seinem Leserbrief einen denkbar schlechten Dienst erwiesen. Wer solch pauschalisierende Urteile in der Öffentlichkeit abgibt, darf sich über den Vorwurf der Sektenhaftigkeit nicht wundern. Als passionierter alter Fußballer kann ich da nur sagen: typischer Fall von Eigentor des Monats!

Allerdings: von einem ausgewiesenen Kulturmenschen und kritischen Zeitgenossen vom Range eines Reinmar Wipper, dessen flotte Schreibe ich ansonsten ohne immer seiner Meinung zu sein durchaus zu schätzen weiß, hätte ich mehr Seriosität in seiner Argumentation erwartet: weniger Klischee-Urteile, weniger unsachgemäße Unterstellungen, mehr Sachkenntnis bezüglich der Christengemeinschaft und ihrer Begründungs- und Wirkensgeschichte. Was ist christlich?, Was ist Kirche im 3. Jahrtausend? Diese Fragen können durchaus kontrovers diskutiert werden, wenn es sein muss auch kämpferisch, aber, bitte, von allen Beteiligten weniger schludrig, weniger ressentimentgeladen.

Leserbriefe

Wird Ausgrenzung salonfähig?

Simon Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Der Sport darf sich nicht missbrauchen lassen“ vom 13. Mai. Die AFD ist mit Sicherheit eine streitbare Partei, was regelmäßige Eskapaden an ihrem politischen Rand immer wieder zeigen. Doch Herr Ernle hat weder in der Berichterstattung über ihn noch in dem…

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