Leserbriefe

Die Qualifikation und das Amt

05.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Nägele, NT-Reudern. Zum Leserbrief „Das Amt und die Qualifikation“ vom 1. Oktober. Eine schöne Beschreibung der notwendigen Fähigkeiten eines Oberbürgermeisters. Nur was machen die Wähler, wenn ein Amtsinhaber diese Fähigkeiten nicht hat? Und immer wieder kommt der Vergleich mit der freien Wirtschaft. Nicht wenige Stellen in der Wirtschaft werden falsch besetzt. Abzulesen an der Personalfluktuation der heiligen Kuh Wirtschaft.

Angefangen bei der Quote der Auszubildenden, die nie im erlernten Beruf arbeiten, bis hin zu Managern, die bereits nach kurzer Zeit ausgetauscht werden oder über Jahre hinweg, und das ist die schlimmere Variante, einen nicht mehr gutzumachenden Flurschaden für ihr Unternehmen anrichten. Nicht umsonst hat zum Beispiel das Vertrauen in bestimmte Personen im Geldgewerbe in den letzten Jahren erdrutschartig abgenommen. Also bitte keine weiteren Vergleiche mit der Wirtschaft. Die Häufigkeit dieses Vergleichs macht sie nicht gut, sondern am Schluss nur lächerlich.

Bürgermeisterwahlen sind Personenwahlen. Ein Amtsinhaber hatte die Chance, sich zu bewähren. Hat er es gut gemacht? Dann weiter so. Sind die Wähler mit den bisherigen Bemühungen unzufrieden? Dann wird er abgewählt. Nur aus Mangel an Alternativen im Amt zu bleiben, macht die Arbeit nicht besser.

Ein Oberbürgermeister handelt eben nicht nur vor dem Hintergrund rein wirtschaftlicher Interessen wie ein Unternehmer. Er sollte wissen, was verwaltungstechnisch umsetzbar ist. Er hat eine Verpflichtung gegenüber seinen Bürgern und braucht eine angemessene Haltung, mit der er sein Amt ausfüllt. Diese Aspekte prägen die Arbeit eines glaubwürdigen und vertrauenswürdigen Stadtoberhauptes. Den Rest sollte man lernen können und dürfen.

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Die Autobahn als Schneckenpfad

Wolfgang Niefanger, Oberboihingen. Zum Artikel „Kretschmann fordert Tempo 130 auf Autobahnen“ vom 9. Oktober. Der Vergleich unseres Ministerpräsidenten ist sicherlich provokant von ihm so gewählt, möchte er doch damit suggerieren, jenseits von 130 Stundenkilometern wird der Autofahrer zum…

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