Leserbriefe

Die Kirche und der Tierschutz

27.01.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Elfriede Steckroth, Neckartailfingen. Zum Artikel „Italiener haben Angst vor Streunern“ vom 23. Januar. Tierheime haben es nicht leicht. Nicht hier und gleich gar nicht im Ausland (Süd- und Osteuropa). Sie bekommen die Finanzkrise ganz besonders hart zu spüren. An den Schwächsten zu sparen war immer eine Option, und die Schwächsten sind nun mal die Tiere. „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran erkennen, wie sie die Tiere behandelt“, sagte einst Mahatma Gandhi.

In Italien verdient die Mafia noch kräftig mit am Leid der Tiere. Korruption macht sich dort bis in den oberen Regierungskreisen breit, bis hinein in den Vatikan. Hier wäre ein deutliches, klärendes Wort von Seiten des Papstes und der Kirche angebracht. In einem Land, in dem ein Franziskus lebte und auch heiliggesprochen wurde, müsste dies eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Denn für ihn waren alle Geschöpfe Brüder und Schwestern.

Umso schlimmer ist es, dass aus kirchlichen beziehungsweise katholischen Kreisen keine Stellungnahme zum Thema Tierschutz zu erwarten ist. Aber Macht und Geld machen oft auch vor kirchlichen Würdenträgern keinen Halt. „Tierleid geschieht unter den zum Teil blinden Augen von Behörden, wird gesellschaftlich nicht geächtet und von den Kirchen oft zusätzlich sanktioniert“, so der Schriftsteller und Tierschützer Dr. Gunter Bleibohm („Totentanz der Tiere“).

Ein wirklich christliches Verhalten sieht anders aus. Italien ist ein EU-Land und sollte sich auch den Tierschutz auf die Fahne schreiben. Wenn schon die Kirche schweigt, so sollte sich wenigstens die Politik ihrer Verantwortung stellen.

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