Leserbriefe

Die Briten sollten noch mal abstimmen

06.03.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Hannes Heppe, Wendlingen. Inzwischen ist das britische Volk auch über die Nachteile, die ein Ausscheiden aus der EU mit sich bringt, gut aufgeklärt. Wäre das früher geschehen, hätte es das Problem vielleicht nicht gegeben. Folgendes wurde meiner Meinung nach bei dem Referendum nicht ausreichend beachtet. Es war eine Abstimmung, die das Geschick des Volkes jahrzehntelang über Generationen hinweg bestimmen wird. Damals stimmten die Älteren meist für den Austritt, Tenor: wir zahlen viel zu viel in die EU ein und werden fremdbestimmt!

Für die Jüngeren war das Referendum klar für den Verbleib in der EU quasi schon gelaufen. Es folgte ein Erwachen mit Schrecken für alle Seiten. Mein Vorschlag für Abstimmungen mit dieser Tragweite ist folgender: Der Stimmanteil wird an das Alter gekoppelt. Beispiel: ein 90-Jähriger hat 100 minus 90 also 10 Stimmanteile. Ein 30-Jähriger hat 100 minus 30 also 70 Stimmanteile. Im Computerzeitalter kein Problem, dies zu berechnen. Diejenigen, die Jahrzehnte mit der Entscheidung leben und arbeiten müssen, sollten auch mehr Stimmanteile bekommen als diejenigen, die in wenigen Jahren das Zeitliche segnen, denn eine solche Entscheidung ist ja nicht nach vier Jahren zu korrigieren, wenn man feststellt, sie war falsch! Ein neues Referendum mit diesem Stimmsystem würde wahrscheinlich schnell zu einem klaren Ergebnis führen, das dem ganzen Hickhack um den Brexit ein Ende machen würde. Einen Versuch wäre es wert!

Leserbriefe

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