Leserbriefe

Der Neckar und die Erms

01.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus von Sichart, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Jeder Zweite wünscht Zufahrt zur B 312“ vom 29. September. Trotz seines Namens lag das alte Neckartenzlingen mit Rathaus, Kirche, Schule, Kelter, Mühlen an der Erms. Schon vor etwa zehn Jahren fand ein Workshop zum Thema „Ortsgestaltung“ mit interessierten Bürgern und der Gemeindeverwaltung statt. Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Naherholung durch Erschließung eines der schönsten, aber schwer zugänglichen Grundstücke an der Erms. Mit meinem Gedicht versuchte ich für dieses Stück Erde zu werben: Zwischen Erms und Kirchhofsmauer / liegt meine Wiese, unbekannt. / Hier ist die Ruhe noch von Dauer. / Sie ist Orplid, mein Sagenland. / Hier ist das Rauschen noch zu hören / der alten Mühle unterm Wehr. / Der hohle Stein kann mich betören / zu denken, hier läge ich am Meer. / Dort hinterm Deich, schon fast vergessen, / der große Bruder Neckar fließt, / der seine Schwester Erms beflissen / in seine trägen Arme schließt.

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