Leserbriefe

Das ist schlechter Journalismus

19.02.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Marc Sink, Oberboihingen. Zum Artikel „Stuttgart 21: Aus Bauwasser wird Trinkwasser“ vom 28. Januar. Der Artikel suggeriert, dass S 21 gar nicht so schlimm ist, weil man aus Dreckwasser sogar Trinkwasser machen kann. Das ist natürlich völliger Blödsinn und zeigt wieder mal, was schlechter Journalismus ist. Aber über die schier endlosen katastrophalen Missstände, die dieses Projekt seit Anbeginn verzeichnet, wird komischerweise immer nur oberflächlich und spärlich berichtet.

Was bringt es zum Beispiel, wenn künftig vier Züge stündlich von Nürtingen nach Stuttgart fahren anstatt wie bisher zwei? Ein Beispiel von vielen, wie man acht Milliarden Euro sich schönrechnen kann. Außerdem ist eine zusätzliche Flughafenanbindung mehr als fraglich, da unsere Züge für Flugreisende mit Koffern sich überhaupt nicht eignen und weil ab Stuttgart immer weniger Airlines fliegen. Aber alles wird uns als Fortschritt, unabdingbar und profitabel verkauft! Bei der ganzen S-21-Historie ist von Anfang an das Desaster sichtbar gewesen. Man hätte früh genug sämtliche Entscheidungen noch revidieren können. Aber mit der Volksabstimmung hat man sich eine seltsame Legitimation für die 60 Tunnelkilometer unter Stuttgart geschaffen.

Wenn Kosten, wie hier bei S 21, im Vorfeld sich mehr als verdoppeln, dann kann etwas nicht stimmen. Außerdem kann dann auch nicht mehr von einem soliden, wirtschaftlichen und rationalen Projekt die Rede sein. Hier müsste man meines Erachtens die verantwortlichen Politiker persönlich zur Rechenschaft ziehen. Folglich hätten wir „wie aus Zauberhand“ mehr Ehrlichkeit.

Leserbriefe

Die Definition ist schlichtweg falsch

Sem Schade, Wendlingen. Zum Leserbrief „Roth und die Schweigeminute“ vom 7. Juli. Ich bitte Herrn Ackermann aufzuhören, selbst zu definieren, was „jeder vernünftig denkende Mensch weiß“. Denn das ist schlichtweg falsch. Ebenso die Behauptung, was die Grünen „wollen“, ist falsch. Sein Leserbrief…

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