Leserbriefe

Bürgerprotest erzwang Umdenken

16.09.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Rauscher, Nürtingen, Stadtrat Nürtinger Liste/Grüne. Zum Artikel „Im Tiefenbachtal ‚Mobil ohne Auto‘“ vom 13. September. Woran merkt man denn, dass in Nürtingen Oberbürgermeisterwahlen anstehen? Der amtierende Oberbürgermeister ist omnipräsent wie seit acht Jahren nicht. Verkehrskasperle, Ausstellungseröffnungen und so weiter – tagtäglich ist er präsent. Ein OB-Termin jagt den anderen. Berichtet wird, dass „Oberbürgermeister Otmar Heirich den vom Stadtbauamt initiierten Sparbeschluss rückgängig“ machte und so „Mobil ohne Auto“ im Tiefenbachtal ermöglichte. Wie ein „Deus ex Machina“ der antiken Tragödie räumt er auf, so könnte man meinen, löst er den tragischen Konflikt und ermöglicht so den Aktionstag für Umwelt- und Naturschutz. Nur in der Nürtinger Tragödie ist der „Deus ex Machina“ im Gegensatz zur Antike mitverantwortlich für die Gefährdung dieses Aktionstages. Schließlich war es die Heirichsche Verwaltung, die diesen unsinnigen Sparbeschluss urplötzlich ohne Gemeinderatsbeschluss verkündete. Erst der Unmut und das Unverständnis der Bürgerinnen und Bürger brachte dann die Wende. Also wirkte hier kein „Deus ex Machina“, sondern Bürgerprotest erzwang ein Umdenken. Ein Verfahren, das in den letzten acht Jahren in Nürtingen leider üblich wurde. Erinnert sei an das Wörth-Areal, an den Beschluss zum Verkauf des FKN-Geländes und so weiter. Eine bürgernahe Verwaltung handelt anders.

Im Interview mit der Nürtinger Zeitung vom 10. September verkündet der amtierende Oberbürgermeister gar: „Darüber hinaus bin ich der Auffassung, dass wir viel mehr öffentlich beraten müssen.“ Dieser Auffassung bin ich auch! Nur, wer erstellt denn die Tagesordnung der gemeinderätlichen Ausschüsse, in denen häufig nichtöffentlich beraten wird? Es ist eben dieser Oberbürgermeister.

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