Leserbriefe

Bedeutung der Johanneskirche

02.05.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus-Dieter Tempel, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Johanneskirche prägt das Stadtbild“ vom 24. April. In dieser Zeitung war zu lesen, dass der Widerstand gegen den Abriss der Johanneskirche doch noch lebt. Die Gruppe „Pro Johanneskirche“ hat erneut Bedenken und Anregungen gegen die Abrisspläne eingebracht.

Sie habe einen „Ensembleschutz“ verdient. Grundsätzliche städtebauliche Bedenken seien angebracht. Die mit vielen Spenden der Unterboihinger evangelischen Kirchengemeinde erbaute und 1964 eingeweihte Kirche könne man der Gemeinde nicht einfach wegnehmen. – Ich begrüße die Stellungnahme von „Pro Johanneskirche“ sehr, weil ich wusste, dass die „Freunde der Johanneskirche“ nach der Bürgerabstimmung resigniert ihren Widerstand aufgegeben hatten. Da die Kirche immer noch steht, könnten neue Überlegungen seitens der Stadt „die ortsgeschichtliche, kulturhistorische und baukulturelle Bedeutung der das Stadtbild prägenden Johanneskirche“ neu bewerten.

Das sogenannte „Due-Diligence-Gutachten“ von Kirchenleitung und evangelischer Kirchengemeinde sei überholt. Ich schließe mich dieser Meinung an und bedaure, dass die Johanneskirche von den drei Pfarrern und einer Pfarrerin längst aufgegeben wurde. Obwohl die Kirche noch steht, wird sonntäglich demonstriert, dass die große Gemeinde mit Wendlingen und Unterboihingen nur eine Kirche braucht. Die gewählten Kirchengemeinderäte fanden keine Mehrheit für den Abriss. Die drei stimmberechtigten Pfarrer stimmten dafür und gaben so den Ausschlag für die Zerstörung.

Sie haben bis heute nicht verstanden, dass eine Kirche auch „Gotteshaus“ genannt werden kann. Sie haben den Auftrag, in beiden Kirchen, Eusebius und Johannes, sonntäglich Gottes Wort zu verkündigen. Und sie hätten die Johanneskirche erhalten können, bei gleichzeitig erweiterter neuer Nutzung. Ein von einem Architekten ausgearbeiteter Plan dafür wurde genauso abgelehnt wie die über 1400 Stimmen der ersten Unterschriftenaktion für den Erhalt und die weit darüber hinausgehenden Stimmen bei der Bürgerabstimmung. Dabei viele der treuesten Gemeindeglieder zu verletzen, wurde hingenommen. Ich stelle mir das Wirken von Pfarrern, die auch „Seelsorger“ sein sollen, anders vor.

Leserbriefe

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