Leserbriefe

Antisemitismus staatlich finanziert?

07.04.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Günther Gräber, Wolfschlugen. Zum Artikel „Maas bekräftigt deutsche Verantwortung“ vom 26. März. Gehe ich fehl in der Annahme, dass viele Leser dieser Zeitung und ebenso viele Mitbürger dieses Landes die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) nicht kennen? Ich kannte sie bis dato nicht. Diese GIZ entstand laut Auswärtigem Amt durch die Fusion von drei Durchführungsorganisationen: Der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, dem Deutschen Entwicklungsdienst und der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung gGmbH. Diese GIZ ist eine staatlich finanzierte Organisation der Bundesrepublik Deutschland. Man sollte meinen, eine solche Organisation dulde keinen Judenhass, aber weit gefehlt. Kann der geneigte Leser glauben, dass diese Quelle (GIZ) hochgradig antisemitisches Gedankengut ausschüttet?

Ich hätte meine Mühe, wäre da nicht diese Geschichte auf meinem PC gelandet: Projektleiter am Hauptsitz der GIZ in Deutschland ist (immer noch) ein gewisser Mohammed Al-Mutawakel. Und genau dieser Projektleiter an dieser wichtigen Zentralstelle einer Bundesanstalt ist offenbar hochgradiger Antisemit? Auf www.haolam.de (HaOlam-Nachrichten aus Israel, Deutschland und der Welt) sind Facebook-Auszüge mit Aussagen von ihm nachzulesen. Es ist bekannt, dass Außenminister Maas sich bei verschiedenen Anlässen deutlich gegen Antisemitismus ausgesprochen hat. Erst unlängst hat er Antisemitismus und religiöses Mobbing an Schulen scharf kritisiert. Und bei seinem jüngst erfolgten Antrittsbesuch in Israel nach seinem Amtsantritt hat er zum entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus aufgerufen. Es dürfte klar sein, dass Antisemitismus aus dem Herzen der Politik kommend dem deutschen Ansehen hohen Schaden zufügen könnte, wenn Maas seine Ankündigungen, den Antisemitismus bekämpfen zu wollen, nicht ernst nimmt und entsprechende Maßnahmen zur Eindämmung des Antisemitismus in der GIZ ergreift.

Leserbriefe

IS-Mitgliedschaft als Schutzargument

Bernd Hummel, Nürtingen. Zum Artikel „Flüchtlinge zeigen sich vermehrt selbst an“ vom 16. April. Die Absurditäten nehmen eine neue Stufe an: „Ich war beim IS und darf in Deutschland bleiben“ und genieße besonderen Schutz. Was wir aber dazu dringend brauchen, ist eine neue Stelle im Bundestag,…

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