Leserbriefe

Amoklauf und Ursachen

14.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Schemp, Wendlingen. Tragisch und unfassbar, was in Winnenden und Wendlingen am Mittwoch passiert ist – und doch kein Einzelfall. Neben der Trauer um die Betroffenen und das Mitgefühl für die Angehörigen bewegt den Bürger die Frage, weshalb der Amokläufer zu diesen Taten fähig war.

Jede Tat hat bei Amokläufern ihre eigene Geschichte und doch lässt sich generell sagen, dass Elternhaus, Lehrer und letztlich Politik ihren Anteil am ganzen Geschehen haben. Um zu verhindern, dass weitere ähnliche Taten Schule machen, ist meines Erachtens die Politik gefordert, mit Dingen aufzuräumen, die geradezu solche Taten fördern.

Eltern stehen heutzutage den gewaltverherrlichenden Medien wie TV, Internet, und Computerspielen nahezu machtlos gegenüber. An der Schulpforte endet der Erziehungsauftrag der Eltern. Das öffentliche Schulsystem gewährleistet, dass Frust häufig auf beiden Seiten entsteht, sowohl bei Schülern und bei Lehrern.

Klassen mit 32 Schülern sind die Gewähr, dass ein Teil der Schüler abhängt. Individuelle Förderung findet nur in geringem Umfang statt. Hoffnungslosigkeit und Frust entstehen, Ersatzbefriedigungen in den Medien werden gesucht.

In Sendungen wie „Deutschland sucht den Superstar“, „Oliver Geissen“ oder „Britt“ werden Menschen gedemütigt oder niedergemacht. Der Abbau des Menschlichen und des Privaten wird von den Medien tagtäglich transportiert, Zuschauer sind vorwiegend Jugendliche.

All das ist den Kultusministerien und den verantwortlichen Politikern bekannt. Zum wirklich gemeinsamen Handeln über Ländergrenzen hinaus hat man sich bis heute nicht durchgerungen. Was ist von der Kulturnation Deutschland übrig geblieben? Die Quote und der Umsatz entscheiden.

Leserbriefe

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