Leserbriefe

Aichtal ist der Verlierer

17.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Herbert Schulze, Aichtal-Aich. Zum Artikel „Fahrplanwechsel für Zug und Bus“ vom 13. Dezember. Weil laut Pressemitteilung der VVS zwischen Walddorf und Aich am Wochenende nur wenig Fahrgäste die Verbindung nutzen, fahren die Busse künftig nur noch drei Mal hin und zurück. Im Gegenzug fahren in den Zwischenzeiten dieser Verbindung doppelt so viele Busse auf der beliebteren Strecke zwischen Bernhausen und Aich. Mit dem Fahrplanwechsel gibt es ebenfalls eine Änderung für den Spätverkehr der Linie 75. Diese deckt künftig zusätzlich noch die Linien 35 und 77 ab. Dies bedeutet für Fahrgäste in Richtung Aichtal neben dem Harthäuser Kreisel durch die Bonländer Sichel eine Fahrzeitverlängerung von vier Minuten.

Was sind schon vier Minuten, werden jetzt manche denken. Im Gegensatz zur nachfolgenden Änderung nur Peanuts. Die Busse der Linie 75 fahren abends ab Aichtal-Rudolfshöhe über Grötzingen nach Harthausen. Der Abstecher nach Harthausen entfällt auf dem Weg nach Bernhausen. Liest sich doch zunächst super! Für Fahrgäste, welche die Haltestellen Riedwiesen, Aich Siedlung oder Aich Ort benutzen, ergibt sich daraus folgende Änderung: Sie müssen bereits in den aus Bernhausen kommenden Bus zusteigen. Dieser Umstand wäre ja noch tragbar, doch jetzt kommt der Rückfall ins Mittelalter: Wie bei den Postkutschen legt der Bus eine neunminütige Ruhepause auf der Rudolfshöhe ein. Dies bedeutet trotz Ersparnis vom Harthäuser Kreisel eine reine Fahrzeitverlängerung von neun Minuten. Je nach Zustiegshaltestelle in Aich ergeben sich Fahrzeitverlängerungen von über 15 Minuten. Fazit aus meiner Sicht: Wieder einmal ist Aichtal der Verlierer bei der Nahverkehrsplanung im südlichen Filderraum.

Leserbriefe

Wird Ausgrenzung salonfähig?

Simon Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Der Sport darf sich nicht missbrauchen lassen“ vom 13. Mai. Die AFD ist mit Sicherheit eine streitbare Partei, was regelmäßige Eskapaden an ihrem politischen Rand immer wieder zeigen. Doch Herr Ernle hat weder in der Berichterstattung über ihn noch in dem…

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