Leserbriefe

Afghanistan und die Soldaten

09.01.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rudi Gneiting, Frickenhausen-Linsenhofen. Zu den Leserbriefen „Mehr Achtung für die Soldaten“ vom 7. Januar und „Die Soldaten brauchen den Rückhalt“ vom 18. Dezember. Auch ich habe mich mit dem Gedanken befasst, einen Leserbrief zu schreiben, der sich ziemlich genau mit dem von Karl Hummel und Herrn Neuscheler deckt. Karl Hummel beschreibt die Lage in seinem ersten Absatz ganz gut, ich bin da der gleichen Meinung. Was die 140 Menschen und darunter Kinder betrifft, die angeblich vor Ort waren, kann ich nur sagen, ich denke, sie wollten alle (?) Benzin holen. Was sie zu später Stunde dort machten, weiß ich auch nicht.

Verteidigungsminister zu Guttenberg, der die Sachlage auf den Punkt brachte mit dem Krieg, einem schmutzigen, hinterhältiger Partisanenkrieg, daraus einen Strick zu drehen, finde ich ebenso geschmacklos wie Karl Hummel. Dazuhin ist zu Guttenberg erst neu im Amt, und das hoffentlich noch lange. Es wäre gut, wenn es solche noch mehr gäbe, die ruhig auch mal, sagen sie haben sich geirrt. Herr Arnold sollte sich mit seiner Taschenkarte mit Einsatzregeln gleich nach Afghanistan in Marsch setzen. Ich war auch bei der Bundeswehr, aber ich hätte mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich bei einem Einsatz zuerst auf die Taschenkarte hätte schauen müssen, vielleicht wäre ich da schon tot gewesen.

Der Vorschlag von zu Guttenberg, mit den gemäßigten Taliban zu reden, wäre auf jeden Fall einen Versuch wert. Denn wer sagt denn, dass Afghanistan, in ferner oder naher Zukunft, allein lebensfähig ist, und unter welchen Vorzeichen?

Leserbriefe

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