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Kultur

Wenn aus dem Zimbal die Funken schlagen

17.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kálmán Balogh und seine Band beendeten bravourös die Nürtinger Jazztage

NÜRTINGEN. In der Mitte der Kreuzkirchen-Bühne saß der Zimbal-Spieler vor seinem trapezförmigen Saiteninstrument, mit zwei schlagbereiten Klöppeln in den Händen, links davon drei Musiker mit Saxophon, Trompete und Geige, rechts die Rhythmusgruppe mit E-Bass und Gitarre. Als die sechs ungarischen Vollblutmusiker mit ihrem ersten programmatischen Titel „Gypsy Colours“ loslegten, war sofort klar, dass jegliche Frage nach Jazz-Kategorien abwegig war.

Kálmán Balogh und seine Gypsy Cimbalon Band überraschten mit allen möglichen Farben und Schattierungen der Zigeuner-Musik, die aus dem Folklore-Repertoire des ganzen Balkans bis hin nach Persien gespeist wurden, dazu aber auch spanisches Flair zeigten, Anklänge an Latin Music, Klezmer und nicht zuletzt ein paar ironisch gesetzte Jazz-Zitate. Sie überraschten des Weiteren mit umwerfender Vitalität, instrumentaler Vielseitigkeit, gut kalkulierten Gesangseinlagen, rhythmischen Kontrasten und dem Geheimnis, was guten Jazz ausmacht: spontane, aus dem Augenblick entstehende Musik.


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