Kultur

Von "Knollophobie" und Sprachlosigkeit

03.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Sizilianer Luigi Brogna las am Freitag in der Nürtinger Buchhandlung Im Roten Haus aus seinem neuen Buch Spätzle al dente

NÜRTINGEN. Fischstäbchen, die wie alte Filzpantoffeln schmecken, als Terroristen verkleidete Sternsinger und der alltägliche Horror im Supermarkt: So sehen die Erinnerungen eines Sizilianers an seine Kindheit im Schwabenland aus. Luigi Brogna sorgte mit der Lesung aus seinem neuen Buch Spätzle al dente am Freitagabend für ein volles Haus in der Buchhandlung Im Roten Haus. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und viel Liebe zum Detail erzählte er am Freitagabend bei Oliven und Pizzabrot von den Erinnerungen einer italienischen Gastarbeiterfamilie an die 70er-Jahre in Deutschland.

Am Anfang dachte der kleine Luigi wirklich, die Schwaben kochen Spatzen so lange, bis eine zähe Masse entstanden ist. Diese Masse, die wie gekochter Tapetenkleister aussieht, wird dann in kleine Stücke geteilt und schon hat man sie: die berühmten Spätzle. Erst später fand er heraus, dass kein Singvogel sterben muss, um die schwäbische Spezialität zuzubereiten. Danach dachte ich, sie seien aus Kartoffeln, weil die Deutschen alles aus Kartoffeln machen, erinnert sich der 46-jährige Autor, der eigenen Aussagen zufolge kurz davor stand, eine regelrechte Knollophobie zu entwickeln.


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