Kultur

"Scharf" und "süß" hielten sich die Waage

02.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Latinjazz-Combo Jazz ’n’ Samba und die Sängerin Luze Machado brachten südamerikanische Sounds in den Schlosskeller

NÜRTINGEN. Mit einem neuen Programm begeisterte am Samstagabend das Sextett Jazz ’n’ Samba sein Publikum im Theater im Schlosskeller mit lateinamerikanischen Rhythmen. Sängerin Luze Machado und die fünf Instrumentalisten hinter beziehungsweise neben ihr bezeichnen ihr Repertoire selbst als eine „lebendige Mischung aus pulsierenden Samba-Grooves, melodischen Bossa Novas und jazzigen Improvisationen“. Die so beschriebene Mixtur ließen sich am Samstag rund hundert Zuhörer gliederzuckend und immer wieder zungenschnalzend schmecken.

Im Falle von Jazz ’n’ Samba ist der Vergleich mit sonst eher im gastronomischen Bereich wahrzunehmenden Äußerungen des verzückten Genusses nicht unbedingt ein hinkender, denn nicht umsonst spricht man im Zusammenhang mit den verschiedenen Tänzen wie Bossa oder Samba auch von „Salsa“ und „Merengue“, wovon das eine eigentlich eine pikante Soße, das andere eine Süßspeise bezeichnet. Auch im Konzert der Nürtinger Jazzband hielten sich „scharf“ und „süß“ in gewisser Weise harmonisch die Waage, wie es Luze Machado mit ihrer bezaubernden Stimme und ihrem mitreißenden Temperament musikalisch deutlich macht, indem sie der doch eher balladesken Samba „Tristeza y Soledad“ (Trauer und Einsamkeit) eine elektrisierende „Alegria“ hinterher ruft.


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