Kultur

Im Kuhstall wartet der Mörder

12.10.2011, Von Andreas Warausch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Eurostudio Landgraf zeigte zum Auftakt der städtischen Theaterreihe „Tannöd“

NÜRTINGEN. Herr, erbarme dich. Es ist ein Gebet, das ganz am Anfang steht. Herr, erbarme dich. Sechs Menschen sind ermordet worden. Draußen auf dem ganz flachen Land, im provinziellen Nichts. Scheinbar ratlos stehen die Menschen vor diesem unfassbaren Verbrechen, dem auf einmal eine junge Frau, ihre Eltern, ihre zwei Kinder und eine Magd zum Opfer fielen.

Das Theaterstück „Tannöd“, dessen preisgekrönte Inszenierung das Euro-Studio Landgraf am Montag zum Auftakt der Theaterreihe des städtischen Kulturamts im beinahe bis auf den letzten Platz gefüllten Festsaal der Stadthalle K3N gab, ist nicht nur die dramatische Form eines Bestsellers von Andrea Maria Schenkel. Es ist im Kern auch eine wahre Geschichte.

Diese wahre Geschichte ereignete sich auf einem bayerischen Einödhof. Und zwar im Jahr 1922. Das Verbrechen schlug hohe Wellen. Es wurde nie geklärt. Ein Raubmord war es nicht. Das heizte die Gerüchteküche an, ließ sie brodeln. Noch 1986 sollen Zeugen dazu verhört worden sein. Gewalt. Sex. Liebe. Obsession. Einsamkeit. Geheimnisse. Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte. Ein Stoff, aus dem die Krimis sind. Klar.


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