Kultur

Greift Gott in die Geschichte ein?

17.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

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NÜRTINGEN (pm). Markus Fritz, Pastoralreferent der St.-Johannes-Gemeinde in Nürtingen, hatte in die Buchhandlung eingeladen, um wieder gemeinsam mit den Gästen über Gott nachzudenken. In seinem ersten Referat stand die Geschichte vom Auszug aus Ägypten im Mittelpunkt.

Die Bibel erwähnt Gott in dieser Erzählung zunächst überhaupt nicht: Mose muss aus Ägypten fliehen, er gründet im Exil eine neue Existenz, hütet dort die Schafe seines Schwiegervaters. Erst als er mit der Herde in die Wüste zieht, jenen verlassenen Ort, an dem der Mensch an seine Grenzen geführt wird, offenbart sich ihm Gott. Er zeigt sich im Dornbusch, der brennt, aber nicht verbrennt. Erkennt Mose im Dornbusch sich selbst? Zeigt der Busch die Sehnsucht, für etwas begeistert und entflammt zu werden? Er ist in diesem Moment ganz präsent, er kann sagen: „Hier bin ich.“ Mose wurde auserwählt, berufen, sein Volk in die Freiheit zu führen.

Fritz stellte also die These auf, dass Gott durch Menschen – und nur so – in die Geschichte eingreift. Durch Menschen, die sich berufen fühlen, seinen Willen zu tun, aufzustehen gegen Ungerechtigkeit, neue Lebensmöglichkeiten zu eröffnen. Gott kann durch Mose das Volk führen.


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