Kultur

Der Traum des Bahnwärters

07.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

ESSLINGEN (pm). Das Bahnwärterhaus, Galerien der Stadt Esslingen am Neckar, zeigt bis 19. April „barriolindo – Le rêve du garde-barrière“ (übersetzt: Der Traum des Bahnwärters). Und dieser Traum des Bahnwärters bringt eigens für das Bahnwärterhaus entstandene, die Geschichte und ehemalige Funktion des Gebäudes reflektierende Wand- und Deckengemälde zusammen mit Bildern auf Leinwand. Hintergründige, auch humoristisch bissige Verweise auf das Leben in der Stadt Esslingen fehlen dabei ebenso wenig wie der Transfer subjektiver Gestaltungsvorlieben – etwa der Nachvollzug von malerischem Wandschmuck des trauten eigenen Zuhauses.

„barriolindo“ steht für das gemeinsame Schaffen der in Esslingen am Neckar lebenden Künstler Sabine Holz und Jürgen Kleinmann. Das Pseudonym gilt schon seit dem gemeinsamen Studium an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart und der ersten Kooperationen dort während der 1970er- und 1980er-Jahre.

Zur Malerei gesellen sich Frühwerke der 1970er-Jahre auf Papier, denen der anarchische Charme der späten Flowerpower-Zeit nicht abzusprechen ist. Ihr Entstehen unter südlicher Sonne bleibt auch atmosphärisch immer spürbar. „barriolindo“ pfeift auf Hierarchien zwischen autonomer Kunst und Dekoration. Ein ausgeprägter Hang zur subversiven Erzähllaune, auch zur Illustration und Überzeichnung, darf angemerkt werden sowie die Suche nach einer Poesie, die jeder Gemütlichkeit zugleich die Pranke zeigt.


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