Kultur

Der Dichter entfesselte kompositorische Energien

06.10.2011 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit „William Shakespeare und die Musik“ wurden die Herbstlichen Musiktage eröffnet

BAD URACH. Wenn es darum geht, Geistesgrößen unterschiedlicher Genres, aber von größter Schöpferkraft miteinander zu vergleichen, werden gerne Shakespeare und Beethoven nebeneinander gestellt. Beide haben nicht nur früh Weltgeltung erlangt, sie haben sie im Säuretest vieler Generationen auch gehalten. „William Shakespeare und die Musik“ ist das Motto der diesjährigen Herbstlichen Musiktage Bad Urach, die am Samstag im Palmensaal des Schlosses mit dem gut besuchten Eröffnungsabend ihren Anfang nahmen.

Dr. Klaus Schultz, langjähriger Intendant aus München, sprach über „Shakespeare und sein Einfluss auf die Musik“, der Pianist Detlev Eisinger spielte Beethovens Klaviersonate Nr. 17 op. 31, ein Werk, das Beethovens eigenem Zeugnis zufolge von dem Stück „Der Sturm“ des großen Briten inspiriert wurde.

Die Sonate ist eine Komposition mit zwei Gesichtern. Sinnierende Passagen, die in verhaltenen Lyrismen gipfeln, wechseln mit wütendem Donnergrollen in den Bässen. Detlev Eisinger gab dem silbrig perlenden Finale das Wunder einer Lieblichkeit, wie sie auf den ersten Blick wohl kein Mensch von einem so grimmig-entschiedenen Mann wie Beethoven erwartet hätte.


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