Blaulicht

Falsche Microsoft-Mitarbeiter

29.05.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Betrüger wollen Zugriff auf den Rechner – Polizei warnt

(lp/red) Aufgrund mehrerer Anzeigen bei verschiedenen Polizeidienststellen in den drei Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Esslingen warnt das Polizeipräsidium Reutlingen vor Anrufen angeblicher Mitarbeiter der Firma Microsoft. So wurden in diesem Jahr bereits vier Fälle zur Anzeige gebracht, bei denen ein Schaden von insgesamt 1500 Euro entstanden ist.

Ein Zeuge schildert den Anruf folgendermaßen: Der Anrufer habe mit indischem Akzent gesprochen und gesagt, der Rechner sei unsicher. Als Bestätigung seiner Echtheit habe er eine Nummer vorgelesen, welche bei jedem Windows-Rechner gleich sei. Danach habe er nach einer Verbindung zum Rechner gefragt und den Zeugen gebeten, sich in die Online-Konten einzuloggen. Mit Hilfe des Kommandos „Color C“ habe er auf einfache Weise die Schrift rot gefärbt und dem Zeugen erklärt, dass das ein Zeichen für einen Virenbefall des Rechners sei, was den Zeugen misstrauisch werden ließ.

Die Polizei warnt vor englischsprechenden Personen, die sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben und den Angerufenen mitgeteilt haben, dass es auf ihrem Rechner eine schädliche Software oder Lizenzprobleme gebe. Der Anrufer bietet die Säuberung des PC mit einer Fernwartungssoftware an. Wird diese installiert, hat der Betrüger plötzlich uneingeschränkten Zugriff auf den Rechner, kann diesen sperren, andere Manipulationen vornehmen oder Daten ausspähen. Für die Behebung der Probleme wird eine Gebühr in variabler Höhe verlangt. Die Geschädigten werden überredet, entsprechende Daten herauszugeben oder Geld per Western-Union-Transfer zu überweisen.

Die Polizei warnt dringend davor, auf derartige Anrufe einzugehen und Software zu installieren oder Links zu folgen. Es sollten keine Zahlungen getätigt und keine Kreditkartendaten herausgegeben werden. Im Notfall können Betroffene die Internetverbindung zum Computer kappen.

Die Polizei betont weiter: Kein seriöses Unternehmen meldet sich unangemeldet telefonisch, um die Freischaltung eines Fremdzugriffs zu verlangen. Um sich vor vergleichbaren kriminellen Aktionen zu schützen, empfiehlt es sich auch, entsprechende Begriffe oder Inhalte dubioser E-Mails in Internet-Suchmaschinen einzugeben. Die Trefferliste zum Beispiel zu den Begriffen „Microsoft + Anrufer“ führt fast ausschließlich zu Warnmeldungen zu dieser Betrugsmasche.

Content der Polizeipräsidien, übermittelt durch news aktuell.

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