Projekt Östliche Bahnstadt in Nürtingen

Seit vielen Jahren stand die Stadt Nürtingen mit der Firma Aurelis, einer Bahn-Tochter, in Verhandlungen. Schon zu Zeiten von Baudezernent Wilfried Hajek wurde versucht, das Grundstück zwischen der Oberboihinger Straße und den Gleisanlagen zu erwerben und einer sinnvollen Vermarktung zuzuführen. Aus einem städtebaulichen Gutachterverfahren ging das Bebauungskonzept „Gleis 13“ der Nürtinger Architektengemeinschaft Weinbrenner Single als favorisiertes Konzept hervor. Dieses wurde 2006 im Gemeinderat mehrheitlich beschlossen. Auf dem rund 8500 Quadratmeter großen Grundstück sollten Gebäude mit Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistern und einer Tiefgarage entstehen.

Daraus ist nichts geworden. 2007 bekam das Kind einen neuen Namen. Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Westliche Bahnstadt“ sollte die Unterstützung der Stadt gegenüber dem Investor nochmals verdeutlicht werden. Die Plan Kompakt/Dr. Lübke Immobilien wollte die Flächen vor Baubeginn vermarkten. Nach Abschluss des Gutachterverfahrens geriet das Vorhaben allerdings ins Stocken.

Der Versuch der Stadt, das Gelände selbst zu erwerben, schlug leider fehl. Mitte August 2012 hat die Aurelis das Grundstück an die Objektgesellschaft Neue Weinsteige in Stuttgart veräußert. Um weiterhin ihren städteplanerischen Einfluss zu behalten, hat die Stadt eine Veränderungssperre für das Gebiet „Westliche Bahnstadt“ verfügt.

Mit dem Wunsch der Bahn, auch das Gebiet „Östliche Bahnstadt“ zwischen Plochinger Straße, Rümelinstraße und Bahngleisen zu veräußern, hat die Stadt von ihrem hier  bestehenden Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht. Für das städtebauliche Projekt, zu dem Westliche und Östliche Bahnstadt und der Busbahnhof gehören, will die Verwaltung  mit einer groß angelegten Bürgerbeteiligung zusammen mit den Nürtingern Ideen sammeln und entwickeln, wie das Gebiet künftig genutzt und gestaltet werden kann.

Hier finden Sie alle Artikel zum Thema Östliche Bahnstadt im Dossier:

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