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Wenn alles golden glänzt

04.12.2021 05:30, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es steht für Reichtum und Macht. Seinetwegen wurden Kriege geführt. Gold gehört zu den wertvollsten Rohstoffen. Aber warum eigentlich?

Ein 100-Gramm-Barren Feingold und Schmuckstücke aus Gold liegen zusammen auf einem Tisch. Es glitzert und funkelt! Gold gehört zu den wertvollsten Edelmetallen.  Foto: Stefanie Paul/dpa
Ein 100-Gramm-Barren Feingold und Schmuckstücke aus Gold liegen zusammen auf einem Tisch. Es glitzert und funkelt! Gold gehört zu den wertvollsten Edelmetallen. Foto: Stefanie Paul/dpa

KÖLN. Manche tragen es am Finger, um den Hals, andere lassen es an ihrem Ohr baumeln. Viele verstecken es zum Beispiel gut gesichert in einem Tresor. Die Rede ist von Gold! Es gehört zu den wertvollsten Edelmetallen der Welt. Das hat unter anderem damit zu tun, dass Gold relativ selten ist. Es gibt nur eine begrenzte Menge davon.

Außerdem hat Gold viele tolle Eigenschaften. Es rostet zum Beispiel nicht und behält dauerhaft seine goldene Farbe. Das ist zum Beispiel bei Silber anders. Das verfärbt sich an der Luft und wird schwarz. Deshalb muss zum Beispiel Silberbesteck regelmäßig geputzt werden.

Mit dem Edelmetall Gold kann man aber noch mehr anstellen. Es lässt sich relativ einfach schmelzen und in Form bringen. Zum Beispiel zu Goldbarren, die als Geldanlage dienen. Oder eine Goldschmiedin oder ein Goldschmied fertigt aus Gold besonderen Schmuck wie Ringe oder Ketten. Vor allem aber leitet das Edelmetall supergut Elektrizität. Daher wird es in vielen technischen Geräten verbaut, zum Beispiel auch in unseren Mobiltelefonen.

Doch woher kommt das Gold? Man kann es beispielsweise im Sand von Flüssen finden oder es ist in Gestein eingeschlossen. Um das Gold aus dem Gestein zu lösen, braucht man enorme Hitze und spezielle Stoffe wie Quecksilber. Das Problem: Quecksilber ist giftig. Daher sollten die Menschen, die damit arbeiten, sehr sorgfältig mit diesem giftigen Stoff umgehen.

Leider halten sich die Leute in einigen Gegenden, in denen Gold abgebaut wird, nicht daran. Quecksilber sickert dort ungehindert in den Boden sowie in Flüsse und Seen. Als Dampf steigt es auch in die Luft. Die Umwelt wird also sehr stark verschmutzt. In Ländern wie zum Beispiel Brasilien wird Gold außerdem oft illegal abgebaut. Das heißt, es gibt keine Genehmigung dafür.

Aber wie ist das Gold, das wir aus der Erde holen, eigentlich entstanden? Lange Zeit schon rätseln Forschende darüber. Eine Idee lautet: Das Edelmetall hat sich gebildet, als riesige Sterne explodierten. Fachleute sagen, sie wurden zur Supernova.

Bei solchen Explosionen werden besondere Prozesse in Gang gesetzt. Es bildet sich gewaltige Hitze und enormer Druck. Dabei könnte unter anderem Gold entstehen. Bei so einer Explosion schleudern die Sterne einen Großteil ihrer Masse ins All hinaus. Und so könnte das Edelmetall Gold irgendwann auf die Erde gekommen sein.

Gold wurde früher auch in Deutschland gefördert. Man fischte es aus Flüssen wie dem Rhein oder der Elbe, aus der Isar in Bayern oder aus der Schwarza in Thüringen. Das nennt man Seifen- oder Flussgold.

Noch heute kann man sich in Flüssen auf Goldsuche machen. Man braucht dazu zum Beispiel eine Goldwaschpfanne. Diese wird am Ufer mit Wasser und Sediment gefüllt. Dann heißt es schwenken und sieben! Das macht man immer und immer wieder. Und wenn man Glück hat, findet man ein winzig kleines Goldstückchen.

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