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Reden übers Fußball-Gehalt

11.08.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Profi-Fußballer verdienen in Deutschland mehr Geld als Profi-Fußballerinnen. Das finden viele ungerecht, auch der Kanzler Olaf Scholz.

Oliver Bierhoff, DFB-Geschäftsführer, Célia Sasic, DFB-Vizepräsidentin für Gleichstellung und Diversität, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bernd Neuendorf, DFB-Präsident (von links).  Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Oliver Bierhoff, DFB-Geschäftsführer, Célia Sasic, DFB-Vizepräsidentin für Gleichstellung und Diversität, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bernd Neuendorf, DFB-Präsident (von links). Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Das Finale der Frauen-Fußball-Europameisterschaft schaute Olaf Scholz von der Tribüne aus an. Deutschlands Kanzler hatte auch schon vorher Interesse gezeigt. Kurz nach Beginn der EM veröffentlichte Olaf Scholz im Internet eine Forderung an den Sport: „Frauen und Männer sollten gleich bezahlt werden“, schrieb er.

Ist doch klar, könnte man denken. Ob Frauen-Team oder Männer-Team: Beide bringen dieselbe Leistung. Die Bezahlung ist aber unterschiedlich. Hätten die Spielerinnen das Finale gewonnen, hätten sie jeweils 60 000 Euro bekommen. Die Männer wären bei der EM im vergangenen Jahr bei einem Sieg mit 400 000 Euro belohnt worden. Das Geld zahlt der Deutsche Fußball-Bund (abgekürzt: DFB). Das ist eine riesige Organisation mit Millionen Mitgliedern. Am Dienstag trafen sich Vertreter des DFB mit Olaf Scholz. Dabei sprachen sie auch über die Bezahlung. Der Präsident des DFB sagte danach: Er sei bereit darüber zu reden, ob die Prämien für Siege bei den Wettkämpfen angepasst werden könnten.

Doch wie sehen die Fußballerinnen die Sache? Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ist für gleiche Prämien. Wichtig findet sie außerdem, dass in der Bundesliga ein Grundgehalt gezahlt wird. „Wir haben im Moment bestimmt noch 50 Prozent der Spielerinnen in der Liga, die einem Beruf nachgehen müssen“, sagte sie in der Fernsehsendung „Das aktuelle Sportstudio“. Mit einem Grundgehalt könnten sich die Spielerinnen ganz auf den Fußball konzentrieren.

Torhüterin Merle Frohms war auch in der Sendung zu Gast. Sie sagte, wichtig sei außerdem die bessere Förderung von Mädchen, die Fußball in den Vereinen spielen. Zudem sollten die Spiele der Profis zur Haupt-Fernsehzeit gezeigt werden.

So würden die Frauen mehr Aufmerksamkeit bekommen. Dann würde es zum Beispiel für Sponsoren interessanter, Werbung beim Frauenfußball zu machen, also auch mehr Geld zu zahlen. „Es geht auch darum, dass die Vereine uns unterstützen. Dass sie Werbung machen, auf unsere Spiele aufmerksam machen und die Stadien vollkriegen“, sagt Merle Frohms. dpa

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