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Der Weihnachtsgeschichte auf der Spur

10.12.2020 05:30, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Diese historischen Orte aus der Bibel sind heute noch vielen Menschen sehr wichtig

An Weihnachten feiern Christen die Geburt von Jesus Christus. Wohl jeder hat schon mal die Geschichte gehört von der Geburt in Bethlehem im Stall. Was kann man an den Orten der Weihnachtsgeschichte heute noch entdecken?

Bethlehem („Haus des Brotes“) gilt als der Geburtsort von Jesus Christus. An der Stelle, wo die Krippe gestanden haben soll, ließ der römische Kaiser Konstantin I. um das Jahr 330 eine Basilika bauen. Foto: epa Jim Hollander/EPA/dpa
Bethlehem („Haus des Brotes“) gilt als der Geburtsort von Jesus Christus. An der Stelle, wo die Krippe gestanden haben soll, ließ der römische Kaiser Konstantin I. um das Jahr 330 eine Basilika bauen. Foto: epa Jim Hollander/EPA/dpa

In der Weihnachtszeit wird sie regelmäßig vorgelesen: die Geschichte von Jesu Geburt. In der Bibel wird sie gleich zweimal erzählt, und zwar auf unterschiedliche Weise.

Doch drei Orte tauchen immer wieder auf: Nazareth, Bethlehem und Jerusalem. Was hat es mit diesen Orten auf sich?

NAZARETH

In Nazareth soll alles begonnen haben. Denn dort sollen Maria und Josef gelebt haben – und später auch Jesus. Deshalb bekam er von den Schreibern der Bibel-Geschichten auch den Namen „Jesus von Nazareth“.

Von Jesus selbst sind dort keine Spuren erhalten geblieben. Von Josef und Maria aber schon. Zum Beispiel gibt es die Verkündigungs-Basilika. Sie steht über der Höhle, in der Maria dem Engel begegnet sein soll. Dieser verkündete ihr, dass sie mit Jesus schwanger sei.

An einer anderen Stelle in Nazareth steht die Josefskirche. Sie wurde dort gebaut, wo Josefs Tischlerei gestanden haben soll. Kurz bevor Jesus geboren wurde, gingen Maria und Josef nach Bethlehem. In der Bibel heißt es, der römische Kaiser Augustus hätte eine Art Volkszählung befohlen.

BETHLEHEM

Glaubt man den Geschichten in der Bibel, dann kam Jesus in der Stadt Bethlehem auf die Welt. Ob das wirklich so war, weiß man nicht genau.

Auf jeden Fall spielte der Ort vor mehr als 2000 Jahren eine wichtige Rolle. Es gab nämlich eine alte Legende: Sie besagte, dass in Bethlehem der Messias geboren wird. Also der Erlöser. Viele glaubten, Jesus müsse das sein. Als die Geschichte später aufgeschrieben wurde, machten einige Autoren Bethlehem deshalb zu seinem Geburtsort.

In der Stadt kann man heute noch die Geburtskirche besuchen. Sie wurde über einer kleinen Grotte errichtet. In dieser Höhle soll Jesus geboren worden sein. Vor allem in der Weihnachtszeit pilgern viele Menschen dort hin.

JERUSALEM

In der Weihnachtsgeschichte taucht auch die Stadt Jerusalem auf. In dieser herrschte damals der König Herodes. Sterndeuter kamen an seinen Hof und berichteten ihm von der Geburt eines Kindes in Bethlehem. Herodes bekam einen fürchterlichen Schreck. Denn laut einer Legende sollte ihn dieses Kind einmal vom Thron stürzen.

Noch heute kann man in Jerusalem Spuren von König Herodes entdecken. Während seiner Regierungszeit ließ er einen prächtigen Tempel errichten.

Dieser Tempel wurde später von den Römern zerstört, doch ein einzelnes Mauerstück blieb stehen, die heutige Klagemauer. Sie ist ein wichtiges Heiligtum für Menschen mit jüdischem Glauben.

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