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Paulas Nachrichten

05.10.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“, fragen sich jedes Jahr zahlreiche Jugendliche, gezeichnet von den Strapazen des Abiturs. Nach den harten drei Jahren der Oberstufe müssen viele erst einmal zur Ruhe kommen und sich besinnen. Kurvendiskussionen und Goethe können einen schließlich ganz benommen machen. Knapp ein Drittel der Abiturienten plant deswegen ein „Gap year“, also ein Lückenjahr. Galt eine derartige Leerstelle im Lebenslauf einst noch als großer Fauxpas bei Einstellungsgesprächen, ist sie heute sogar hochangesehen. Denn meist werden die Gap years nicht mit Faulenzen verbracht, sondern mit längeren Reisen ins Ausland. Das zeigt den Personalern dieser Welt: Hier ist jemand unabhängig, hat seine Fremdsprachenkenntnisse geschärft und womöglich hat er sich sogar selbst gefunden.

Selbstfindung ist mittlerweile ein so wichtiger Grund für derartige Reisen, dass die Länder aktiv damit werben. „Bei so viel Freiheit fordert Backpacking zur Selbstfindung auf“, heißt es über eine Rucksackreise nach Australien auf dem Internetauftritt des Landes. Die Seite „Selbstfindungstrips.de“ schwärmt über eine Tour nach Thailand: „Vor allem für deine Selbstfindung kannst du eine Reihe von Palästen, Tempeln, Märkten und Klöstern besuchen.“ Eines haben alle Quellen gemeinsam: Sich selbst kann man offenbar nur im Ausland finden. Einen spirituellen Trip in den Harz schlägt überraschenderweise niemand vor.

Die Selbstfindung ist keine Modeerscheinung. Schon die Beatles pilgerten zu dem Guru Maharishi Mahesh Yogi nach Indien und suchten durch Meditation nach Antworten. Erfolg scheinen sie keinen gehabt zu haben, nach zwei Monaten reisten sie wieder ab. Vermutlich haben die vier Pilzköpfe einfach nicht genügend Drogen genommen.

Denn immer mehr Selbstsuchende helfen mit dem einen oder anderen Mittel nach. Etwa mit Ayahuasca, einem aus Lianen gekochten Sud, der psychedelisch wirkt und von den Ureinwohnern des Amazonasgebiets getrunken wird. Oder man macht es wie ein Bewohner der türkischen Provinz Bursa: Der ging nach einer feuchtfröhlichen Nacht in einem Wald verloren. Seine Frau meldete ihn als vermisst, die Polizei schickte einen Suchtrupp. Als der Betrunkene die Suchenden erblickte, bot er ihnen kurzerhand seine Hilfe an und suchte mehrere Stunden buchstäblich nach sich selbst – mit Erfolg. joa

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Paula hat ein Herz aus Gold

Paulas Thema heute: Das Edelmetall findet sich in vielen Redensarten

Hallo, liebe Kinder,

diese Woche bin ich wie immer in unser Heimbüro gewatschelt. Der Andreas, mein Reporterfreund. hat gemeint: „Oh, Paula, ich muss gleich mit unseren Kollegen reden. Aber ich…

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