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20.11.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Anleihen aus der Tier- und Insektenwelt sind im Sport nichts Ungewöhnliches. Die Nellinger Handballerinnen sind seinerzeit als Hornissen durch die Erste Frauenhandball-Bundesliga geschwirrt, die Mönchengladbacher Fohlen haben sich in den 1970er-Jahren weltweit einen Namen gemacht, unter anderem aus München und Braunschweig kommen die Löwen, aus Köln die Geißböcke. In der nordamerikanischen Profibasketball-Liga NBA treiben Greifvögel (Toronto Raptors) und Bären (seit 2001 Memphis Grizzlies, zuvor von 1995 an Vancouver Grizzlies) ihr Unwesen, die Kirchheimer Zweitliga-Basketballer, selbst als Knights, also Ritter, unterwegs, treffen zweimal in der regulären Saison auf die sogenannten Rostocker Seawolves sowie die Tiger aus Tübingen. Und auch die Nürtinger Handballerinnen haben sich einst in der Tierwelt nach einem Markenzeichen umgesehen. Der damalige Zusatz Neckartweets ist dann jedoch recht schnell wieder verschwunden.

Etwas mehr Stehvermögen beweisen diesbezüglich (noch) die Verbandsliga-Fußballer der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. „Der Platz sieht aus wie Sau“, sagte der TSG-Vorsitzende Achim Pfeifer dieser Tage in der Rems-Zeitung über den Zustand des Stadionrasens. Wieso das so ist? Er ist mit fast 100 Maulwurfshügeln übersät und unbespielbar, „eine einzige Katastrophe“, beschreibt Pfeifer. In solchen Fällen geht dann schon mal gerne eine Vereinsabordnung über den Platz und nimmt sich unsanft des Übeltäters an – mehr als verjagt werden dürfen die niedlichen Tiere heutzutage allerdings nicht mehr. Das Bußgeld für einen getöteten Graber beträgt 50 000 Euro.

Bei der TSG hat der ganze Ärger eine ganz besondere Note. Denn das gern gesehene Maskottchen beim Verein aus der Ortschaft nahe Aalen ist – richtig: ein Maulwurf. Das putzige auf der eigenen Homepage vor etwas mehr als zwei Jahren stolz präsentierte Plüschtier heißt Hofi.  Jens S. Vöhringer

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Neue Dinge können oft für Verwirrung sorgen – auch über 40 Jahre später noch. Als der Württembergische Fußballverband, kurz WFV, Ende der neunzehnhundertsiebziger Jahre eine Spielklassenreform beschloss, wurden auch die Bezeichnungen der jeweiligen Ligen verändert. Die sogenannten Amateurligen fielen weg, fortan gab es unter anderem Landes- und…

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