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Paula Print freut sich über Kunst für Kinder in der Sammlung Domnick

08.09.2021 05:30, Von Vera Romeu — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf der Oberensinger Höhe zeigt die Sammlung Domnick „Kunst für Kids“

Das ist Linnea mit ihrem Bild und dem Gemälde, das sie sich zum Vorbild nahm (rechts oben). Foto: vr
Das ist Linnea mit ihrem Bild und dem Gemälde, das sie sich zum Vorbild nahm (rechts oben). Foto: vr

NT-OBERENSINGEN. Während des Corona-Lockdowns hat das Team der Sammlung Domnick für Kinder und Jugendliche mehrere Videofilme mit Bildinterpretationen und Bastelangebote aufgenommen. Die Kurzfilme wurden auf die Homepage unter der Rubrik „Kunst für Kids“ hochgeladen. Kinder und Jugendliche haben gebastelt und einige haben ihre Kunstwerke in die Sammlung Domnick geschickt. Dort werden sie als kleine Ausstellung seit der Wiederöffnung präsentiert.

Linnea hat zum Gemälde „Angebundener Ikarus“ von Georg Meistermann ein aufwendiges Kunstwerk gebastelt; sie hat dieser Tage mit ihrem Bruder Bertram und ihren Großeltern die Ausstellung besucht. In einem ausführlichen Rundgang durch die Räume der Sammlung begeisterte Sammlungsleiterin Vera Romeu die Geschwister. „Die innere Berufung für Kunst und Kultur wird meist in jungen Jahren durch Begegnungen mit Kunstwerken oder mit Personen angelegt“, erklärt sie. Jugendarbeit sichere die Zukunft der Kunst und Kultur.

Linnea war im Lockdown im Homeschooling länger bei ihren Großeltern. Die haben die Newsletter der Sammlung Domnick abonniert. So gingen die Links zu den Videos bei ihnen ein. Es sei eine willkommene Abwechslung gewesen, berichtet die Großmutter.

„Wir haben die Videos angeschaut und ich habe entschieden, dass ich den Ikarus mache“, erklärt Linnea.

Die Geschichte aus der griechischen Sagenwelt hat Linnea gleich sehr fasziniert. „Es ist eine traurige Geschichte, weil das Wachs geschmolzen ist. Der Vater hätte die Flügel anders bauen sollen“, sagt Linnea dazu.

Die Geschichte des griechischen Erfindersohns, der mit seinem Vater von der Insel, auf der sie gefangen gehalten werden, fliehen will, bewegt sie. Der Vater hatte für den Sohn und für sich Flügel gebaut: Er hat Federn am Strand gesammelt und sie mit Bienenwachs aufgeklebt.

Vor dem Abflug hat er seinem Sohn geraten, nicht zu hoch zu fliegen, weil das Wachs unter der Sonne schmelzen werde. Doch Ikarus war vom Fliegen und von der neuen Freiheit so begeistert, dass er zu hoch flog: Die Flügel schmolzen und Ikarus stürzte ins Meer.

Über mehrere Tage hat Linnea an dem schönen Kunstwerk gearbeitet. Sie hat überlegt, wie sie es mit den Federn machen könnte; ob sie eine Sonne malen sollte oder nicht; und vor allem, wie der Ikarus angebunden werden sollte. „Ich habe eine echte Schnur genommen und in das Bild hineingeklebt“, berichtet sie.

Als das Bild fertig war, hat Linnea es der Sammlung Domnick geschickt. Die Kinder und Jugendlichen waren in dem Video dazu eingeladen worden. Sammlungsleiterin Vera Romeu hatte angekündigt, die erste Ausstellung bei Wiederöffnung des Museums ihren Kunstwerken zu widmen. Mehrere Kinder sind der Einladung gefolgt; die Ausstellung ist seit einer Weile zu sehen.

Immer wieder sei die Rede davon gewesen, die Ausstellung zu besuchen, berichtet die Großmutter von Linnea. Dann sei die Einladung noch mal per Mail eingegangen, mit dem Vorschlag einen eigenen Termin außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu vereinbaren. „Dieser Einladung sind wir gefolgt. Wir haben aber den Kindern nicht gesagt, wohin der Ausflug heute geht“, erklären die Großeltern. Überrascht und stolz stand Linnea vor ihrem Kunstwerk, das auf einem Tisch gleich neben dem Gemälde von Georg Meistermann steht. Mit Interesse hat sie die anderen Kunstwerke betrachtet.

Linnea berichtet, dass sie gerne bastelt und dass sie sogar das Nähen angefangen hat. Während der Zeit des Lockdowns habe sie noch mehr gebastelt. Sie spielt auch Geige. Und sie hat für jedes Jahr eine Erinnerungskiste, in der sie Bilder, Fotos, Eintrittskarten hineinlegt. Der angebundene Ikarus werde in diesem Jahr das Highlight in der Kiste sein.

Die kleine Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten bis zum 19. September noch zu sehen. Wer gerne basteln möchte, findet die Videos auf der Homepage der Sammlung Domnick unter www.domnick.de.

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