Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Nachrichten aus Punkten und Strichen

26.03.2022 05:30, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eigentlich war Samuel Morse kein richtiger Erfinder, sondern Maler. Trotzdem dachte er sich einen tollen Apparat aus. Der veränderte die Art, wie Nachrichten gesendet werden.

Mit diesem Hebel kann man die Zeichen des Morse-Alphabets senden.  Foto: picture alliance / dpa
Mit diesem Hebel kann man die Zeichen des Morse-Alphabets senden. Foto: picture alliance / dpa

Auf dem Pferd oder in einer Postkutsche: So wurden vor rund 200 Jahren oft Briefe transportiert. Das konnte dauern! Eine Nachricht war so meist Tage oder sogar Wochen unterwegs. Telefone gab es auch nicht.

Wer zum Beispiel der Oma zum Geburtstag gratulieren wollte, musste schon ewig vorher dran denken.

Könnte das nicht auch schneller gehen? Das fragten sich zu jener Zeit mehrere Erfinder.

Ihre Idee: Sie wollten Nachrichten mithilfe von Elektrizität über Leitungen senden. Einer dieser Tüftler war Samuel Morse aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Auf einer Schiffsreise soll ihm die Idee zu einem speziellen Apparat gekommen sein.

Dieser Morseapparat bestand aus zwei Teilen: einem Sender mit Taste und einem Empfänger mit Stift, verbunden über eine Leitung. „Sobald die Taste gedrückt wurde, floss Strom durch die Leitung, und der Empfänger am anderen Ende wurde in Bewegung gesetzt.

Ein Stift schrieb dann die übermittelte Nachricht auf einen Papierstreifen“, erklärt Elke Schneider. Sie arbeitet im Museum für Kommunikation in Nürnberg, einer Stadt im Bundesland Bayern.

Allerdings kamen beim Empfänger keine Buchstaben an, sondern nur Punkte und Striche. Ein Code, der aber einfach zu entschlüsseln war. „Der Morse-Code war revolutionär. Er besteht aus kurzen und langen Signalen sowie aus Pausen. Jeder Buchstabe des Alphabets hat dabei seine eigene Kombination“, sagt die Fachfrau.

Buchstaben, die häufig vorkommen, haben eine einfache Kombination. So besteht der Buchstabe S zum Beispiel aus drei kurzen Signalen. Das E ist nur ein Signal.

Das Besondere an der neuen Technik war: Die Geräte konnten viele Kilometer voneinander entfernt stehen. Sie mussten nur über eine Leitung miteinander verbunden sein.

Die Leitungen wurden schnell in den Vereinigten Staaten und anderswo aufgebaut. „Die Erfindung traf den Nerv der Zeit und schon wenige Jahre später verlegte man mitten durch den Atlantik die ersten Leitungen zwischen Europa und Nordamerika“, sagt Elke Schneider.

Auf diese Weise konnten Nachrichten nun schnell übermittelt werden, ohne großen Zeitverlust. Anfangs war die Technik noch sehr teuer.

Daher wurde sie vor allem vom Militär und großen Firmen genutzt. Samuel Morse erlebte noch viele Jahre mit, wie seine Erfindung Erfolge feierte: Er starb am 2. April 1872, also vor 150 Jahren.

Später dann konnte man auf die Leitungen verzichten. Neuere Erfindungen machten es möglich, die Signale über Funkwellen zu übertragen. Mit dieser Technik funktionieren zum Beispiel heute noch Radios.

Paulas Nachrichten

Für ein sichereres Radfahren in Nürtingen

Fahrrad fahren in Nürtingen kann für euch Kinder manchmal ganz schön gefährlich sein. Um euch zu helfen, gibt es jetzt einen Kinder-Fahrradplan, der – unter anderem – Gefahrenstellen in Nürtingen aufzeigt.

Hallo, liebe Kinder,

obwohl es für mich als Ente gar nicht…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten