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20.07.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Verlorenes Terrain zurückgewinnen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, sich von den Grünen deutlich abgrenzen, den Schienenverkehr fördern und sich mit Verstand für den Erhalt von Arbeitsplätzen und für neue Mobilitätskonzepte einsetzen. Ziele von Thaddäus Kunzmann, mit denen er in den Landtagswahlkampf 2021 ziehen will. Seine CDU unterstützt ihn dabei.

Ilona Koch oder Thaddäus Kunzmann? Beide, der Nürtinger CDU-Stadt- und Kreisrat, und die CDU-Fraktionsvorsitzende aus Leinfelden-Echterdingen, Kreis- und Regionalrätin, sind sehr engagiert und arbeiten im CDU-Kreisverband als Vorsitzender und Stellvertreterin zusammen. Am Freitag bei der Wahlkreisvertreterversammlung in der Filharmonie in Filderstadt traten sie gegeneinander an.

Beide hatten zum Ziel, für die CDU im Wahlkreis Nürtingen-Filder als Kandidat in den Wahlkampf zu ziehen. Ilona Koch hätte als Frau gerne Spitzenkandidatin Dr. Susanne Eisenmann („die historische Chance, dass eine Frau der CDU Ministerpräsidentin in Baden-Württemberg wird“) unterstützt. Und Thaddäus Kunzmann will die Schmach von 2016, als er das Direktmandant an den Grünen-Wahlkreisabgeordneten Winfried Kretschmann verloren hat, ausmerzen. Doch am Ende konnte nur einer gewinnen. Wie schon 2011, als Ilona Koch im Wettbewerb um die Nachfolge von Jörg Döpper, gegen Kunzmann ebenfalls unterlegen war, hatte die sympathische CDU-Frau erneut das Nachsehen. Die große Mehrheit, 39 Delegierte machten ihr Kreuz auf dem Stimmzettel bei Thaddäus Kunzmann. 14 Stimmen erhielt Ilona Koch.

Und auch bei der Zweitkandidatur ließen die CDU-Delegierten eine Frau im Regen stehen. Susanne Weiher (53) aus Nürtingen, die sich gut vorbereitet ans Rednerpult stellte und um Stimmen warb, hatte knapp das Nachsehen. Willi Stoll Junior, 28-jähriger Polizeibeamter und CDU-Stadtrat in Filderstadt, wurde in der Versammlung vorgeschlagen, stellte sich kurz vor und holte aus dem Stand 28 Stimmen. Mit 25 Stimmen unterlag die Nürtinger Steuer- und Wirtschaftsberaterin nur knapp.

Im Wahlkampf die Versäumnisse der Grünen herausarbeiten

Ilona Koch wollte mit ihrer Kandidatur verhindern, dass die Nominierung zur „Ein-Mann-Show“ wird. Als langjährige Kommunalpolitikerin ist sie gegen die Quote und vertritt die Auffassung, dass Frauen ihre Chancen nützen müssen. Deshalb, und um den Delegierten eine Alternative zu bieten, ist sie angetreten. „Ich will Veränderung.“ Mit Fleiß, Ausdauer, Kraft und Treue zur Partei war sie bereit das Beste zu geben. Für diesen lebendigen Wahlkreis wollte sie in den Wahlkampf ziehen, sich mit neuen Ideen und Kreativität für eine bessere Verkehrspolitik und die Sicherung der Arbeitsplätze einsetzen. „Die Grünen aufs Abstellgleis – und grünes Licht für die CDU“. Doch die Mehrheit der Delegierten in der Filharmonie wollte diese Veränderung nicht. Sie halten zum dritten Mal mal an ihrem Kreisvorsitzenden als Kandidat für die Landtagswahl fest.

Kunzmann rief in seiner Rede die Wahl 2016 in Erinnerung. „Ein rabenschwarzer Moment für unsere CDU Baden-Württemberg, für uns als Kreisverband – und für mich sowieso“. Das erste Mal, dass die CDU nicht mehr das Direktmandat holte. Auch 2021 muss der 56-jährige Nürtinger im Wahlkreis Nürtingen-Filder gegen den amtierenden Ministerpräsidenten antreten. Doch Kunzmann ist zuversichtlich: „Corona hat alles verändert.“ Die Pandemie im Land habe neue Kräfte entfaltet. „Der gesellschaftliche Zusammenhalt funktioniert.“ Für den Demografiebeauftragten ist es eine der Kernaufgaben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu bewältigen. Ein Aufgabengebiet, an dem er Freude hat. „Beruflich gesehen die interessantesten drei Jahre meines Lebens.“ Noch im März sei es gelungen, alle maßgebenden Verbände zu gemeinsamen Handlungsempfehlungen für das Wohnen im Alter zu gewinnen. Und deshalb wolle er auch bei der Umsetzung dabei sein.

Der CDU-Kreisvorsitzende zeigte den Delegierten auf, wo er sich im Wahlkampf von den Grünen abgrenzen will, zeigte deren Versäumnisse in der Verkehrsplanung und beim Ausbau des Schienennetzes auf. „Weniger Staus auf der A8 und auf der B 27 sind auch gelebter Klimaschutz.“ Kunzmann ging auch auf die Sicherung von Arbeitsplätzen ein, streifte die Digitalisierung, betonte die soziale Verantwortung und seine Vorstellung von Recht und Ordnung. „Wir sind die Stimme derer, die sich aus eigener Kraft ein bisschen Wohlstand für sich und ihre Familien aufgebaut haben.“

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