Weihnachtsgrüße

Wenn der Traum von weißen Weihnachten wahr wird . . .

24.12.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lisa Siegmund ist in Kanada – Nachdem sie in den beiden ersten Monaten viel vom Land gesehen hat, arbeitet sie jetzt in Vancouver

Lisa Siegmund ist ganz begeistert von Natur, Land und Leuten in Kanada.

Seit Anfang August bin ich nun schon im zweitgrößten Land der Welt, in Kanada. In dieser Zeit habe ich schon einiges von der unbeschreiblich schönen Natur gesehen und viele tolle Erfahrungen gemacht. Ich war in den Wäldern auf Vancouver Island wandern (na ja, Bergsteigen trifft es wohl eher), habe dabei monströse Bäume gesehen, die man nur zu zehnt umarmen kann, und war in wunderschönen kristallklaren Seen schwimmen. Des Weiteren war ich für drei Wochen im Okanagan Valley, wo ich auf einer Farm zusammen mit einer weiteren Deutschen bei 25 bis 35 Grad (und das soll in Kanada sein?) rund 3000 Kilo Pflaumen geerntet habe. Dort habe ich in einem Camper in unmittelbarer Nähe zu Bären, Coyoten, Klapperschlangen und so weiter bei nachts gerade mal zwei Grad geschlafen. Anschließend war ich dann noch für eine Woche auf einem Roadtrip in den Rocky Mountains. Die Route ging von Vancouver über Kelowna, Banff, Lake Louise, Jasper, Banff, Kelowna wieder zurück nach Vancouver. Dabei war ich Anfang Oktober im Lake Louise, einem megatürkisfarbenen Gletschersee schwimmen, was zugegeben ziemlich kalt, wenn nicht sogar „freezing“ war.

Nachdem ich die ersten beiden Monate meiner Zeit hier in Kanada hauptsächlich mit Reisen verbrachte, suchte ich mir danach einen Job und arbeite jetzt schon seit rund zwei Monaten in einem Hostel in Vancouver als Housekeeper, was genau genommen so was wie eine „Putzfrau“ ist. Der Job macht mir ziemlich viel Spaß, da ich dabei die Möglichkeit habe, viele Menschen aller Nationalitäten kennenzulernen und mit vielen verschiedenen Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten.

In der Weihnachtszeit ist hier alles weihnachtlich geschmückt und auch wenn es ein bisschen amerikanisch kitschig aussieht, ist es doch sehr schön. Den Wettervorhersagen zufolge kann ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit weißen Weihnachten rechnen, was das Ganze dann noch mal viel viel schöner machen wird. Hier im Hostel arbeiten auch noch einige weitere Deutsche, mit denen ich vermutlich auch Weihnachten verbringen werde. In Vancouver gibt es sogar einen deutschen Weihnachtsmarkt, der ein bisschen an zu Hause erinnert, da es dort ebenfalls viele kleine Stände vor einer extra aufgebauten Altstadtkulisse gibt und der Geruch von Bratwürsten und Glühwein in der Luft liegt.

An den Weihnachtstagen selber muss ich vermutlich arbeiten, aber deswegen lass ich mir das Feiern dennoch nicht entgehen. Dank meiner Familie und meinen Freunden muss ich auch in diesem Jahr nicht auf einen selbstgemachten, wenn auch in diesem Jahr digitalen, Adventskalender verzichten. Da hier, wie in vielen anderen Ländern auch, Weihnachten erst am 25. Dezember ist, werde ich in diesem Jahr eben zweimal feiern. Am 24. natürlich typisch deutsch (und ein bisschen schwäbisch), mit Weihnachtsliedern, Plätzchen von zu Hause, heißer Schokolade und meinem Lieblingsessen, Spätzle mit Pilzrahmsoße.

Wie die restlichen Weihnachtsfeiertage aussehen werden, kann ich jetzt noch nicht sagen, da man hier in Kanada bei allem ein bisschen spontaner und lockerer sein muss. Sicher allerdings ist, dass wenn die Arbeitszeiten es erlauben, ich am 1. Januar 2015 am 95. Polar Bear Swim (einer Art Eisschwimmen) teilnehmen will und mit vielen anderen verrückten Vancouverities in der English Bay schwimmen gehen werde.

Ich wünsche allen, die mich kennen, oder diesen Bericht lesen, wunderschöne Weihnachten, ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Viele weihnachtliche Grüße aus Vancouver

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