Weihnachtsgrüße

Elfen berichten direkt an Santa Claus

24.12.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Alisa König lernt Bräuche kennen und bringt neue Traditionen in ihre Gastfamilie nach New Jersey

Alisa König singt mit ihren Gastkindern Weihnachtslieder, bastelt mit ihnen Geschenke und genießt die Weihnachtszeit in New Jersey an der Ostküste der USA.

Nun bin ich schon seit über fünf Monaten als Au-pair hier in New Jersey an der Ostküste der USA in meiner Gastfamilie und ihr glaubt nicht, wie wunderbar unsere Weihnachtsstimmung schon seit Mitte November ist. Meine Kinder singen Weihnachtslieder, basteln Geschenke und so genießen wir alle zusammen die Weihnachtszeit.

Auch in Deutschland war Weihnachten eines meiner liebsten Feste, doch hier freue ich mich noch viel mehr darauf. In allen Straßen meiner Nachbarschaft hängen der Weihnachtsschmuck und die Weihnachtsbeleuchtung schon seit Thanksgiving. Für Amerikaner ist Weihnachten eines der wichtigsten Feste im ganzen Jahr neben Thanksgiving und dem Unabhängigkeitstag am 4. Juli. Deswegen geben sie sich für die Dekoration so viel Mühe und diese darf auch eine so lange Zeit das Haus schmücken. Alles ist viel bunter, beleuchteter und einfach etwas ganz Besonderes.

Traditionell wird Weihnachten in Amerika mit Thanksgiving eingeleitet. An diesem Tag muss der Weihnachtsschmuck angebracht sein, Truthahn gebraten werden und die Familie am Tisch sitzen, um dankbar für das zu sein, was man hat!

Die folgenden Tage danach wurden in meiner Gastfamilie damit verbracht, Santa Claus im Einkaufszentrum zu treffen, um ihm seine Wunschliste vorbeizubringen und ihm gleichzeitig aber auch zu erzählen, was man nicht ganz so gut gemacht hat im vergangenen Jahr. Genauso geht es zum Polarexpress, einem Zug, der durch die verschneiten Landschaften fährt. Die ganze Familie geht los, um einen Weihnachtsbaum auszusuchen, abzuschlagen und Ornamente anzubringen! Eine weitere wunderbare amerikanische Tradition sind Elfen. Sie suchen sich täglich einen neuen Platz im Haus, um zu schauen, ob die Kinder sich denn auch benehmen. Sie sind also dafür verantwortlich, dass Santa Claus weiß, ob sie brave Kinder sind oder nicht.

Jedoch gibt es in Amerika weder den Nikolaustag noch die vier Kerzen am Adventskranz, was bei mir in der Vorweihnachtszeit leider ein wenig trübe Stimmung aufkommen ließ. Deshalb habe ich mich kurzerhand entschlossen, beides als neue Tradition in meiner Gastfamilie einzuführen. Ihr hättet mal sehen sollen, wie wunderbar die Augen der Kinder geleuchtet haben, als sie ihren ersten „Christmas Calendar“ an der Treppe gesehen haben!

So steigt in Amerika das große Weihnachtsfest nicht heute, wie bei euch zu Hause, sondern erst am Morgen des 25. Dezembers. Denn an Heiligabend wird hier nur in die Kirche gegangen, gemeinsam gegessen und dann früh schlafen gegangen, damit man am nächsten Morgen so früh wie möglich alle Geschenke aufpacken, spielen und Weihnachtslieder hören kann.

Ich wünsche euch allen und ganz besonders meiner Familie und meinen Freunden wunderschöne und gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016!

Ich freue mich auf euch in einem halben Jahr. Wer bis dahin noch weiterverfolgen möchte, was ich in meinem Auslandsjahr erleben darf, kann gerne auf meinem Blog vorbeischauen: www.alisagoestoamerica.wordpress.com.

 

Merry Christmas! Eure Alisa König

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