Reportage

„Wie auf einem Schlachtfeld“

28.09.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vor 30 Jahren: Katastrophaler Fehler beim Übungsschießen in Münsingen – Von Joachim Lenk

Im Museum des Truppenübungsplatzes Münsingen erinnern Zeitungsausschnitte an den Unfall.

Es war das schwerste Schießunglück, das der Truppenübungsplatz Münsingen nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat. Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren, am 3. Oktober 1983, wurden bei einem Übungsschießen der Heimatschutzbrigade 56 zwei Menschen getötet, 15 Personen schwer und neun leicht verletzt.

Die in Neuburg an der Donau beheimatete Heimatschutzbrigade 56 hatte am 3. Oktober 1983 zu einem Schauschießen für 800 Soldaten und zivile Gäste eingeladen. Unter ihnen der Präsident des Bayerischen Landesarbeitsgerichts, der jugoslawische Botschafter und der Generalstaatsanwalt. „Es war beabsichtigt, auf der Schießbahn 8 das Zusammenspiel zwischen Luftwaffe, Panzern und Artillerie zu demonstrieren“, erinnern sich ältere Soldaten. Um eine bessere Sicht zu haben, wurden die Zuschauer auf der Ladefläche von olivgrünen Transportern platziert.

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