Reportage

Was vom Stolz übrig bleibt

16.12.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine Reise durch Kenia (III): Von dunklen Gefängniszellen und weißen Stränden – Von Matthäus Klemke

Die Masai sind das berühmteste Volk Kenias. Sie leben in den Savannengebieten. Foto: Klemke

Seit einer Woche sind Martin und ich jetzt in Kenia. Nach unserem Trip von Nairobi über Eldoret nach Kisumu sind wir wieder in unserem Hotel in Ongata Rongai angekommen. Ich packe meine Tasche, morgen geht es auf Safari in die Masai Mara, den berühmtesten Nationalpark des Landes.

Familie und Freunde schreiben mir Nachrichten. Sie wollen wissen, wie die Reise bisher läuft und wie es mir geht. Ich weiß nicht so recht, was ich antworten soll. Zu gegensätzlich sind die Eindrücke, die wir bisher gesammelt haben: Das laute und dreckige Nairobi, die wunderschöne Natur, die Gewalt in den Straßen von Kisumu, die Gastfreundschaft in den Slums am Viktoriasee. Ich denke an den Schriftzug, den ich vor einigen Tagen auf dem Flugzeug in Paris gelesen habe: „Kenia – der Stolz Afrikas“. Ein Werbeslogan, der mir angesichts solcher Gegensätze mittlerweile reichlich makaber vorkommt.

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