Reportage

Wahrnehmungen während eines Gebetes

12.08.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bei dreitausend Gläubigen im Kirchenraum kann es beim Sitzen auf dem Boden schon mal eng und unbequem werden – Von Monika Petsch

Gebet in der Kirche Foto: Taizé

Wenn die fünf Glocken zum Gebet rufen, strömen die Menschen aus allen Richtungen zur „Kirche der Versöhnung“. Sie steht im Zentrum des „heiligen Hügels“. Während die Kirche der sichtbare Mittelpunkt auf dem Gelände ist, sind die drei Mal täglich stattfindenden Gebetszeiten die geistige Quelle der Gemeinschaft.

Zur Stille ist jeder aufgefordert, der die Kirche betritt. Im Eingangsbereich der Kirche bekommt jeder Gast ein Liederheft und drei Zettel in verschiedenen Farben in die Hand gedrückt. Wer mit Spagettiträgern in die Kirche kommt, muss sich hier ein Tuch mitnehmen, um die Schultern zu bedecken.

Die Spannung steigt, ich betrete das Kircheninnere. Sofort umfängt mich eine ruhige, besinnliche Atmosphäre, der Altarraum ist erleuchtet und zieht mit seinen vielen Lichtern die Blicke der Menschen an. Um die dreitausend sind es, die hier einen Platz suchen, an Ostern bis zu fünftausend. Im Mittelgang ist ein längliches Rechteck mit einer niedrigen Hecke abgetrennt: Hier ist der Platz der Brüder von Taizé, die nach und nach über einen eigenen Eingang in ihren weißen Gewändern hereinkommen.


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