Reportage

Von der Einsamkeit kranker Seelen

14.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Angst und Irrtümer bestimmen den Umgang mit seelischen Erkrankungen – Die Beschwerdestelle versucht sich als Mittler und Aufklärer. Von Barbara Gosson

Das Thema Psychiatrie löst bei den Menschen die unterschiedlichsten Assoziationen aus: Klapse oder Irrenanstalt wird das Krankenhaus für jene, die an der Seele erkrankt sind, genannt, verächtlich, Teil vieler lauter Witze, die übertönen sollen, welche Urangst hier mitschwingt. Die Angst, nicht mehr Herr der Lage zu sein, die Kontrolle über sein Seelenleben zu verlieren – und den Ärzten hilflos ausgeliefert zu sein.

Gleichzeitig wächst die Anzahl der seelischen Erkrankungen und mit ihr die Zahl der Menschen, die offen darüber sprechen, Psychiatrieerfahrungen zu haben. Dabei sind die einzelnen Krankheiten mit verschiedenen Tabus belegt. Sich kaputtgearbeitet zu haben, also einen Burnout zu erleiden, kann fast noch als Kompliment gewertet werden. Depressionen erleiden so viele Menschen, dass jeder wenigstens jemanden kennt, der so etwas schon einmal hatte. Misstrauisch beäugt werden Menschen, die eine Krankheit aus dem schizophrenen Formenkreis oder eine akute Psychose erleiden. Zu wenig Wissen und zu viele Legenden sind in den Köpfen der meisten.


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