Reportage

Im Inneren der Hölle

14.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine Betroffene berichtet, wie sie mit ihren Depressionen umzugehen lernte

Monika Stoitzner, geboren 1948, hat die Arbeit krank gemacht. Gelernt hat sie einmal Physikalisch-Technische Assistentin. Jahrelang arbeitete sie erfolgreich in der Forschung und Entwicklung auf einem sicher geglaubten Arbeitsplatz. Durch eine Betriebsschließung wurde sie arbeitslos. Anschließend arbeitete sie bei einem Versicherungsunternehmen als Sachbearbeiterin, weil ihr altes Berufsbild nicht mehr gefragt war.

Schon früh wusste sie, dass sie die Anlage zur Depression in sich trug. Bereits im Alter von zehn Jahren hatte sie erstmals Suizidgedanken, erkannt wurde die Krankheit damals allerdings nicht. Monika Stoitzner wusste, wie es sich anfühlt, keine Freude, keine Lust und keinen Antrieb zu haben, wie es ist, wenn die Gefühle wie unter Panzerglas liegen. 1982 war sie sogar einmal in stationärer Behandlung, aber das Wort Depression fiel erst im Jahr 2000 das erste Mal.

Richtig schlimm wurde die Krankheit dann, als das Mobbing im neuen Betrieb losging. Monika Stoitzner hatte sich als Fachfremde schnell eingearbeitet und begegnete dann dem Neid und der Missgunst von Kollegen. Zwei unter ihnen und der Chef piesackten sie aktiv und versuchten, ihr Fehler anzuhängen, sie luden ihr immer mehr Arbeit auf, die sonst keiner machen wollte, und enthielten ihr Informationen vor – der Rest stand daneben und sah zu.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Jetzt direkt weiterlesen!

  • 14 Tage gratis alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

0,00 €

Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 22% des Artikels.

Es fehlen 78%



Reportagen