Reportage

Hightech aus der Natur

13.08.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lehm geriet als Baustoff fast völlig in Vergessenheit, nun erlebt er eine Renaissance – Von Nicole Mohn

Emmanuel Helmut beim Auftragen des Lehms. Fotos: zog

Ein Spatenstich tief. Mehr braucht es nicht, um an den ältesten und einen der bewährtesten Baustoffe auf der Welt zu gelangen: Lehm. Seit mehr als 12 000 Jahren nutzen die unterschiedlichsten Kulturen das Gemisch aus Sand, Schluff und Ton. Bauwerke wie die Chinesische Mauer oder die Altstadt von Sanaa, der Hauptstadt Jemens, sind jahrtausendealte Zeugnisse dafür. Zement und Beton haben den Werkstoff aus dem modernen Wohnungsbau verdrängt. Dabei ist er ihnen in Vielem überlegen.

Träge pladdert die braune Masse auf die Wand. Emmanuel Helmut lässt die Düse der Putzmaschine gleichmäßig hin und her gleiten, bis das nächste Gefach des ehemaligen Schafstalls bedeckt ist. Ein paar Meter weiter, irgendwo hinter dem alten Gemäuer, hört man den Kompressor und das Rührwerk, das die Masse in Bewegung hält. Daneben steht ein Bigpack, dessen Inhalt ziemlich unspektakulär wirkt – ein loser Mix aus Sand und Ton, dazwischen ein paar feine Strohstückchen.


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