Reportage
Ein Land von bezaubernder Vielfältigkeit
Die Wendlingerin Claudia Schneider verbrachte ein Jahr auf eigene Faust in Neuseeland und berichtet von ihren Erlebnissen
Wie weit weg Neuseeland ist, wird einem erst beim Blick auf den Globus so richtig bewusst. Es liegt von Deutschland aus gesehen ziemlich genau am anderen Ende der Welt. Doch das macht vermutlich auch seinen Reiz aus: das Ferne, das Abgelegene, das Mystische der Maoris, das Verwunschene der „Herr der Ringe“-Filme, als Traumreiseziel für Natur- und Landschaftsliebhaber und kulturell gesehen als ehemalige britische Kolonie.
Schon seit der Schule hatte ich von einem „Work & Travel“-Jahr in Neuseeland geträumt, dem Land der langen weißen Wolke, wie es die Maoris nennen. Nach dem Studium verwirklichte ich diesen Traum – mit einem konkreten Ziel: Es sollte eine Zeit des persönlichen Wachsens und der Unabhängigkeit werden, des Auf-mich-alleine-gestellt-Seins. Zum ersten Mal würde ich alleine und ohne Anlaufpunkt, ohne Plan, in ein fremdes Land gehen und mich durchschlagen. Ich wollte all das machen, was ich in Deutschland nie machen würde und mich Dinge trauen, dich ich mich bisher nicht getraut hatte.
